Kyrill unterbricht 120-jährige Tradition

Waldgottesdienst auf Oberschelder Lurzenbach

Niederndorf. (SK)

Noch im vergangenen Jahr wanderten Männer, Frauen und Kinder am zweiten Pfingst-Feiertag aus den umliegenden Ortschaften zum Giebelwald, um am Waldgottesdienst teilzunehmen. In diesem Jahr wird alles etwas anders sein.Der Giebelwald, ein beliebtes Naherholungsgebiet, wurde durch den Sturm Kyrill im Januar schwer getroffen. Noch immer sind viele Wege nicht begehbar oder gesperrt und die Gefahr durch umstürzende Bäume ist groß.

Deshalb haben sich die Verantwortlichen nach Rücksprache mit den Haubergsvorstehern aus Niederndorf und Oberschelden entschlossen, den Gottesdienst am Pfingstmontag, 28. Mai, ab 8 Uhr auf die Lurzenbach nach Oberschelden zu verlegen. Ansonsten wird aber alles so sein, wie es bereits vor rund 120 Jahren begonnen hat.

Vermutlich liegt der Ursprung des traditionellen Waldgottesdienstes am Pfingstmontag auf dem Giebelwald um das Jahr 1890. Von Niederndorf aus wanderten Männer der Evangelischen Gemeinschaft und des Jünglingsvereins (heute CVJM) in aller Frühe des Pfingstmontags Richtung Giebelwald. Bei der Jägerhütte wurde gelagert, Kaffee getrunken und eine Andacht gehalten.

Wahrscheinlich noch vor dem ersten Weltkrieg wurde der Ort auf die Spitze des Giebelwaldes verlegt und Teilnehmer aus den umliegenden Orten kamen hinzu. Die Pfarrer aus Oberfischbach und Niederschelden (heute aus Gosenbach), sowie verschiedene Mitarbeiter und Chöre gestalteten den Gottesdienst. Seit den 60er-Jahren bieten Niederndorfer CVJMer auch heiße und kalte Getränke sowie Grillwürstchen an.

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