„Harmonie“ auf dem Prüfstand

Elkenrother Musikverein präsentiert wieder ein Theaterstück

Die Mitglieder des Musikvereins Harmonie Elkenroth führen am 20., 21. und 22. Oktober das Theaterstück „Die Gedächtnislücke“ im Dorfkrug auf. Fotos: Gaby Wertebach

Elkenroth. Wer bisher gedacht hat, in Elkenroth sei die Welt noch in Ordnung, der hat sich getäuscht. Dunkle Wolken ziehen auf am dörflichen Himmel! Zumindest im Theaterstück „Die Gedächtnislücke“, das der Musikverein Harmonie Elkenroth Ende Oktober in der Gaststätte „Zum Dorfkrug“ aufführt.

Nicht nur, dass es zwischen dem Bürgermeister und seiner Gattin kriselt, was auch kein Wunder ist: Es ist ja auch ein starkes Stück, ausgerechnet den 25. Hochzeitstag zu vergessen. Da helfen auch keine Blumen, selbst wenn der Strauß noch so üppig ist.

Hinzu kommt, dass das Glockengeläut der Kirche bald nicht mehr zu hören sein wird und im Dorf kein Hahn mehr kräht. Die Elkenrother, die einen Hahn ihr Eigen nennen, sollten sich schon einmal vertraut machen mit dem Schlachten ihres geliebten Federviehs. Besonders tragisch auch, dass die Harmonie des Musikvereins Harmonie, eines der Aushängeschilder des Ortes, in Gefahr geraten ist. Aus soll es sein mit den Konzerten! Die Proben sind zu laut, nur noch einmal die Woche und nicht mehr nach 20 Uhr, das kann sich der Vorsitzende nicht gefallen lassen. Ein Dorf ohne Geflügelzuchtverein, Musikkapelle und Glockengeläut – einfach undenkbar. Diese und noch andere, pikante Details lassen sich – natürlich unter dem Siegel absoluter Verschwiegenheit – im Tante Emma Laden erfahren.

Das Ehepaar Ludwiga und Heinz Harald von Silberstein (Siggi und Werner Hüsch) macht dem Bürgermeister (Peter Benner) das Leben schwer.

All das kann ein Dorf schon in Aufruhr versetzten, zum Glück allerdings nur im Theaterstück „Die Gedächtnislücke“ ein turbulenter Schwank in drei Akten, geschrieben von Bernd Gombold. Die Theatergruppe des Musikvereins Harmonie Elkenroth unter der Leitung von Heribert Schütz probt schon seit Monaten fleißig in „Elger Platt“ und die Darsteller selbst lachen Tränen dabei. Da ist es schon erstaunlich, dass der Souffleur in Gestalt von Thomas Schönsiegel den Faden nicht verliert. Schließlich kann der gestresste Bürgermeister Franz Kübele (Peter Benner) seine Mitarbeiter besser im Zaum halten als seine Ehefrau Helene (Anette Hahmann).

Amtsdiener Sepp (Heribert Schütz) ist äußerst trinkfest und Hannelore (Steffi Hüsch), die Sekretärin des Bürgermeisters, hat ihren Chef gut im Griff. Elisabeth Vanderliek geht auf in der Rolle als neugierige Emma, Besitzerin des Tante Emma Ladens, der Vereinsvorsitzende des Kleintierzuchtvereins und der Musikkapelle, Anton (Werner Hüsch)neigt zum schnellen Aufbrausen und hat auch gute Gründe dafür.

Das Ehepaar Ludwiga und Heinz Harald von Silberstein (Siggi Hüsch und Werner Hüsch) macht dem Bürgermeister die Hölle heiß, der überdrehte Psychiater Gottlieb (Arnold Kempf) ist auf der Suche nach der großen Liebe und Rosalinde (Elisabeth Saynisch) kommt schüchtern und altmodisch daher. Nicht unerheblich zum Erfolg des Auftritts tragen auch Monika Mies (Maske) sowie Detlef Machold, Karl-Heinz Sgodda, Ulrich Kohlhaas (Bühnenbild) mit bei.

In den Pausen unterhalten die „Elger Theater-Stadl-Musikanten“. „Die Gedächtnislücke“ führt der MV Harmonie an folgenden Terminen auf:

Freitag 20. Oktober, um 20 Uhr

Samstag 21. Oktober, um 20 Uhr

Sonntag 22. Oktober, 18 Uhr.

Eintrittskarten zum Preis von 9 Euro sind im Vorverkauf erhältlich bei der Volksbank Elkenroth, Marienberger Straße und bei Heribert Schütz, Heisterstraße 5 in Elkenroth.

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