Geplanter Naturpark: Breuer betreibt Schadensbegrenzung

Gründung verschoben

Die Naturparks Ebbegebirge, Homert und Rothaargebirge sollen zum „Naturpark Sauerland-Rothaargebirge“ fusionieren. Doch noch herrscht Uneinigkeit.

Erst untersagten mit Netphen, Hilchenbach, Kreuztal und Siegen vier Kommunen dem geplanten Naturpark Sauerland-Rothaargebirge die Unterstützung, dann kippte am Freitag auch noch der Kreistag das Thema von der Tagesordnung (der SiegerlandKurier berichtete). Landrat Paul Breuer bemühte sich am Montag um Schadensbegrenzung.

Offenbar mit Erfolg: Denn die angesichts der nahenden Kommunalwahl samt neu zu konstituierender Gremien zeitlich nun immer schwieriger werdende Gründungsversammlung, ist zunächst verschoben worden. Darauf haben sich die Landräte Kreis Olpe, Märkischer Kreis, Hochsauerlandkreis und Siegen-Wittgenstein nun geeinigt.

„Der Gründung des zweitgrößten Naturparks Deutschlands bleibt weiterhin auf der Tagesordnung. Allerdings stehen wir dabei nicht unter Zeitdruck. Wichtig ist es, dass wir miteinander im Gespräch bleiben, sowohl auf südwestfälischer Ebene wie auch in Siegen-Wittgenstein“, das machte Landrat Paul Breuer am Mittag nach einem Gespräch mit seinen südwestfälischen Amtskollegen deutlich.

Breuer möchte im nächsten Schritt einen Workshop anbieten, bei dem alle Fragestellungen rund um den neuen Naturpark sachlich aufgearbeitet und mögliche Informationsdefizite beseitigt werden können. „Zudem sucht er das direkte Gespräch mit den Städten und Gemeinden im Kreisgebiet“, heißt es in einer Pressemeldung aus dem Kreishaus. Der Termin für den Workshop muss noch festgelegt werden.

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