Einblick in die Feuerwehr

Einen spannenden Tag rund um die Feuerwehr erlebten die jungen Gäste des Löschzugs Herdorf am Feuerwehrhaus Hermann-Goetze-Straße. Foto: Rainer Wirth

Neue Wege in der Mitgliederwerbung geht die Jugendfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Herdorf. Achim Schlosser, der Leiter der Jugendfeuerwehr: "Die jungen Leute sind heute einem Trommelfeuer unterschiedlicher Freizeitangebote ausgesetzt.

Da ist es gar nicht mehr so einfach, Jungen und Mädchen für den ehrenamtlichen Dienst in den Reihen der Feuerwehr zu interessieren. Mit einem Sommerfest rund um das Feuerwehrhaus an der Hermann-Goetze Straße wollen wir auf uns aufmerksam machen und für die gute Sache werben". Die Einladung fiel auf fruchtbaren Boden, denn immerhin 16 Jungen und Mädchen fanden sich am Feuerwehrdomizil ein und ließen sich in die Geheimnisse der Brandprophylaxe und - bekämpfung einweihen.

Das Sommerfest für die jungen Leute fand jahrelang am Feuerwehrgerätehaus in Sassenroth statt. Nun wollte man den Werbenachmittag auf eine breitere Basis stellen, wozu Räumlichkeiten, Fahrzeuge und Geräte in Herdorf beste Voraussetzungen boten. Die Wehrleute aus Sassenroth unterstützten die Herdorfer Kameraden an diesem Tage. Die angehenden Jungfeuerwehrleute wurden am Nachmittag von Achim und Michael Schlosser begrüßt und erst einmal in zünftige blau- rote Feuerwehrjacken gesteckt.

Dass diese in der Regel zu groß geraten waren und auch die Ärmel umgekrempelt werden mussten, störte nicht im Geringsten. Alleine schon im Feuerwehrhabit zu stecken, erfüllte die Jungen und Mädchen mit Stolz.

Mächtige Fahrzeuge im Mittelpunkt

Dann wurden drei Gruppen gebildet und von einem Feuerwehrmann begleitet ging es an die Geräte und Fahrzeuge. Das war alles überaus neu und spannend und da ergaben sich natürlich viele Fragen, die geduldig beantwortet wurden. Ein Unterflurhydrant gab sein Geheimnis preis, nachdem man den gusseisernen Deckel angehoben, den Anschluss festgeschraubt und die Wasserleitung aufgedreht hatte. Wie durch Zauberhand ergoss sich ein mächtiger Wasserstrahl. Da gab es weiter Schlauchbrücken zu begutachten, die Rettungsschere und den mächtigen Spreizer, den jedes Kind natürlich anzuheben versuchte - was übrigens allen gelang.

Jugendgerechte Spiele mit feuerwehrtechnischem Hintergrund füllten den weiteren Nachmittag aus, bevor die würzigen Düfte vom Kohlengrill signalisierten, dass die "dritte Halbzeit" angebrochen war. Achim Schlosser: "Es geht ja nicht nur um die Jugendwehr. Die jungen Leute sollen nach ihrer Ausbildung später auch in die Reihen der erwachsenen Feuerwehrleute aufrücken.

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