Zum 200. Todestag

Ausstellung im Stadtmuseum Hilchenbach würdigt Johann Heinrich Jung-Stilling

Anlässlich des 200. Todestags von Johann Heinrich Jung-Stilling gibt es eine Ausstellung im Stadtmuseum Hilchenbach.

Hilchenbach. Sehr erfreulich verlief für Museumsleiter Reinhard Gämlich die Sonderausstellung, mit der er den Besuchern unter dem gleichnamigen Titel einen „Einblick“ in das Museumsmagazin gewährte. 1.337 Personen nutzten die Gelegenheit die zahlreichen Exponate zu betrachten. Die nun folgende Schau im Stadtmuseum würdigt eine der bedeutendsten Persönlichkeiten Hilchenbachs aus Anlass des 200. Todestages am 2. April 2017: Johann Heinrich Jung-Stilling.

Johann Heinrich Jung-Stilling wurde am 12. September 1740 als Sohn des Johann Helmann Jung (1716-1802) und der Johanna Dorothea Katharina Fischer (1717-1742) im Dorf Grund im damaligen Fürstentum Nassau-Siegen geboren. Jung Stilling war Schneider, Lehrer, Augenarzt, Professor für Staatswissenschaften und seit 1803 Berater sowie 1808 Geheimer Hofrat des badischen Großherzogs. Während seines Medizinstudiums in Straßburg war er mit Johann Wolfgang von Goethe befreundet und erlangte selbst literarischen Ruhm als pietistischer Schriftsteller. Am 2. April 1817 verstarb er elf Tage nach seiner dritten Gattin Elisabeth Coing (1760-1817) in Karlsruhe, wo beide an der Apsiswand der evangelischen Friedhofs-Kapelle begraben wurden. Die beiden Grabsteine und das Grabkreuz befinden sich heute im Stadtmuseum Hilchenbach in der Wilhelmsburg.

Die Ausstellung unter Beteiligung der Jung-Stilling-Gesellschaft, vertreten durch Alfred Marenbach aus Dormagen, zeigt Titelblätter und Illustrationen zu Jung-Stillings Aufsätzen sowie seinen Werken und Schriften. Detailreiche Kupferstiche und Porträts, Briefe und gegenständliche Ausstellungsstücke über Jung-Stilling aus der Neuzeit runden die Schau ab.

Bürgermeister Holger Menzel eröffnet die Ausstellung am Dienstag, 28. März, um 19.30 Uhr.

Besichtigt werden kann die Sonderausstellung im Stadtmuseum Hilchenbach in der Wilhelmsburg anschließend noch bis zum 23. April wie folgt: Montags 14 bis 19 Uhr, dienstags 14 bis 17 Uhr, mittwochs 10 bis 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr, donnerstags 14 bis 17 Uhr, freitags 10 bis 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr sowie sonntags 14 bis 17 Uhr.

Für die Besichtigung des Stadtmuseums und der aktuell gezeigten Ausstellung gilt: Eintritt frei. Mehr zu den Ausstellungen in der Wilhelmsburg erfahren Interessierte unter Tel. 02733/288-260 und im Internet unter www.hilchenbach.de in der Rubrik Bildung und Kultur - Museen - Stadtmuseum - Ausstellungen.

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