Wiedereröffnung am 24. Februar

Bald ein ökumenisches Zentrum im oberen Ferndorftal: Kleiderstube Hilchenbach wechselt den Standort 

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Karl-Josef Rump und seine Mitstreiter freuen sich auf die Ökumenische Kleiderstube am neuen Standort. Bis zur Eröffnung gibt es noch einiges zu tun.

Dahlbruch - Das sieht doch alles ganz gut aus: hell, freundlich, schicker Fußboden. „Unser neuestes Allerheiligstes“, sagt Karl-Josef Rump nicht ohne Stolz. Allein: im Allerheiligsten fehlt beim Kurier-Besuch noch das Allerwichtigste.

Zwar stehen schon einige Kartons auf den Tischen, liegen Kleiderbügel parat, auch die Regale sind schon aufgebaut. Aber der eigentliche Umzug der Ökumenischen Kleiderstube erfolgt in dieser Woche. Dann haben rund 30 Helferinnen und Helfer reichlich damit zu tun, Jacke wie Hose aus den bisherigen Räumen an der Wittgensteiner Straße hierher, in die Untere Wiesenstraße 6, zu bugsieren.

Neueröffnung feiert der Laden am Montag, 24. Februar, um 11 Uhr. Die gesamte Hilchenbacher Bürgerschaft ist dazu eingeladen. Denn die Kleiderstube, die im vergangenen Jahr ihr 15-jähriges Bestehen beging, hat sich immer schon als Geschäft für alle begriffen, nicht nur für die sogenannten Bedürftigen.

Umzug als Glücksfall

Den Umzug in die neuen Räume sehen die Verantwortlichen als Glücksfall. Seit 2017 ist hier schon der Ökumenische Tisch untergebracht. Mit dem Zuzug der Kleiderstube entsteht nicht nur aus Sicht von Karl-Josef Rump (kath. Pfarrgemeinde St. Augustinus Keppel) ein Ökumenisches Zentrum im oberen Ferndorftal.

Wo früher zwei Garagentoren waren, befinden sich jetzt große Schaufenster.

Dazu wurden zwei Garagen binnen vier Monaten in ein Ladenlokal verwandelt. Wo sich früher deren Tore befanden, warten jetzt zwei große Schaufenster darauf, hergerichtet zu werden – viel Platz für die Ideen der Kleiderstuben-Frauen, die schon im früheren Domizil stets Wert legten auf eine pfiffige Präsentation. Eine Wand musste weichen, dafür teilen sich Kleiderstube und Ökumenischer Tisch künftig einen Eingang. Beim Mobiliar handelt es sich teilweise um eine Stiftung der Stadt: Regale aus der inzwischen geschlossenen Flüchtlings-Kleiderbörse im „Haus ErnA“. 

SMS hat Räume herrichten lassen

Das Gebäude gehört der SMS Group; in „großzügiger Weise“ habe das Unternehmen die Räume herrichten lassen, freuen sich die Beteiligten. Es sei Dr. Heinrich Weiss ein Herzensanliegen gewesen, beide Projekte in neuem Licht erstrahlen zu lassen.

Statt auf früher 60 Quadratmetern stöbern Kunden jetzt auf 100. Zusammen mit dem „Tisch“ verfügt das Ökumenische Zentrum über 200 Quadratmeter Nutzfläche. Rund 300 Euro fallen im Monat für Mietkosten an. Die beteiligten Gemeinden und die Stadt stellen diese und die Betriebskosten weitestgehend sicher. Die Einnahmen aus dem Verkauf können deshalb zu 100 Prozent gespendet werden – vorrangig an Bedürftige aus Hilchenbach.

Montags statt dienstags

Über den Tisch geht zum kleinen Preis, was die Hilchenbacher Bevölkerung an gut erhaltener Kleidung stiftet. Ein Teil davon wird weitergeleitet an die Bodelschwinghschen Anstalten in Bethel und die Caritas in Barcu. Dank der neuen Räume rechnet Karl-Josef Rump damit, dass künftig 20 bis 30 Prozent mehr Kleidung ausgegeben werden können, und wer weiß, vielleicht wird auch das Sortiment erweitert.

Die Kundschaft habe den Umzug „wohlwollend begleitet“, so Rump. Rund zehn Geh-Minuten liegt der neue Stützpunkt vom bisherigen entfernt, der sich immerhin direkt an der Hauptstraße, unweit einer Bushaltestelle, befand. Karl-Josef Rump blickt über die Autodächer auf dem Firmenparkplatz hinweg hinüber zur Hauptstraße: „Aber das geht auch noch“, sagt er.

Umstellen müssen sich die Kunden auch, was die Öffnungszeiten angeht. Um künftig nicht der Ausgabe des Ökumenischen Tischs in die Quere zu kommen, öffnet die Kleiderstube nicht mehr dienstags, sondern montags von 15 bis 18 Uhr, außerdem donnerstags von 10 bis 12 Uhr.

Info

Die Ökumenische Kleiderstube ist eine Einrichtung der Ev. Kirchengemeinde Müsen, der Ev.-ref. Kirchengemeinde Hilchenbach und der Kath. Pfarrgemeinde St. Augustinus Keppel sowie der Stadt Hilchenbach

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