Die Linke schickt Kandidaten ins Rennen 

Bürgermeisterwahl in Hilchenbach: Sven Wengenroth wirft erneut den Hut in den Ring 

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Sven Wengenroth trat vor sechs Jahren schon einmal an - jetzt möchte er für "Die Linke" als Bürgermeister kandidieren. 

Hilchenbach - Vor sechs Jahren war er als gemeinsamer Kandidat für CDU und SPD am Start, jetzt möchte Sven Wengenroth wieder Bürgermeister von Hilchenbach werden. Diesmal wirft er für „Die Linke“ den Hut in den Ring. Man sei sich bewusst, dass er als Außenseiter in den Wahlkampf gehe, schreibt die Partei in einer Mitteilung, doch man glaube an die Person und an die Neuerung, die man mit in diesen Wahlkampf nehmen wolle. Ein ausführliches Programm soll in den kommenden Wochen ausgearbeitet werden. 

In der Mitgliederversammlung am vergangenen Mittwoch (12. Februar) haben die Mitglieder des Ortsvereins einstimmig beschlossen, ihr Mitglied und zugleich Fraktionsvorsitzenden der Ratsfraktion „Die Linke“ als Kandidat für das Amt des Bürgermeisters zur kommenden Wahl zu nominieren, heißt es in der Mitteilung.

Der Nominierung vorweg gegangen seien zahlreiche Beratungen, ob für die Linke eine Unterstützung der potenziellen anderen Kandidaten und des Amtsinhabers denkbar wären. „Dieses ursprüngliche Wunschdenken scheiterte an den vorhandenen Profilen der bereits bekannten Mitbewerberin (Anm.d.Red. die derzeitige Kreuztaler beigeordnete Edelgard Blümel) und des Amtsinhabers sowie deren inhaltlichen Interesse an dem höchsten Amt der Stadt“.

Bürgermeister als Mensch ein "feiner Kerl"

Weiter schreibt die Linke: „Die Unzufriedenheit mit dem aktuellen Bürgermeister ist ein offenes Geheimnis in der politischen Szene. Obwohl er als Mensch ein ,feiner Kerl' ist, hat seine bisherige Amtszeit kein Ergebnis hervorgebracht, dass ihn langfristig in das positive Gedächtnis dieser Stadt hebt.“

Ebenfalls keine Alternative ist für die Linke die Kandidatin der „ganz großen Koalition“. Eine 60-jährige Beigeordnete, die sich für maximal eine Amtszeit bewirbt und keine Beziehung nach Hilchenbach hat, sei zu wenig.

„Mit Sven setzt der Ortsverein auf Verbundenheit und Gemeinsinn mit Hilchenbach, auf ein fundiertes Verwaltungswissen und der ehrlichen Absicht, in Hilchenbach weitsichtige und moderne Wege zu gehen.“ Die Linke ist eine noch junge politische Richtung in Hilchenbach, die sich dieses Jahr das erste Mal der Kommunalwahl vor Ort stellt, „jedoch sind wir zuversichtlich, dass wir den Menschen eine gute Alternative anbieten können.“

"Mehr Sacharbeit, mehr Innovation, mehr Familienfreundlichkeit"

Dies treffe auch für den Kandidaten zu. Sven Wengenroth ist ein 45-jähriger Familienvater von vier Kindern. Seit vergangen Juli ist er beim Bundesverwaltungsamt (obere Bundesbehörde im Geschäftsbereich des Bundesinnenministerium) als Verwaltungsprüfer in der Finanzkontrolle tätig. Seine fachlichen Erfahrungen konnte er davor in einer großen kreisangehörigen Kommunalverwaltung sammeln, heißt es in der Pressemitteilung. 

Politisch ist er seit 2014 im Rat der Stadt Hilchenbach aktiv. Durch seine fast lebenslange enge Bindung zu Hilchenbach, kann man ihm somit auch ein aufrichtiges Interesse an der Stadt attestieren. „Wir möchten mit Sven einfach wieder mehr Sacharbeit, mehr Innovation und Familienfreundlichkeit in der Stadt erreichen. Dabei verzichten wir auf unnötige Polarisierungen und möchten Herz und Sachverstand wirken lassen. Zudem stehen wir für eine zuverlässige und solidarische Gemeinschaft gegen jede Art von Rechtspopulismus und-extremismus.“

„Der Ortsverein, der Kreisverband, und natürlich Sven Wengenroth freuen sich nun auf einen aufregenden und spannenden Sommer mit vielen guten Gesprächen und aufregenden Aktionen. In den kommenden Wochen wird Sven mit dem Ortsverein ein ausführliches Programm ausarbeiten.“ 

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