Festschrift 700 Jahre Helberhausen verbindet Generationen

Eine Reise durch Geschichte und Gegenwart der Löffelstadt 

+
Nach der offiziellen Übergabe des Festbuches ging es zum Schmökern in die warme Stube. Bei Kaffee und Kuchen schmökerten die Besucher in der dicken Festschrift. So auch Edeltraut Schröder, der das Festbuch sehr gut gefiel.

Helberhausen. Ganz druckfrisch wurde am Sonntag die Festschrift zum 700-jährigen Bestehen der Löffelstadt der breiten Öffentlichkeit vorstellt.

Bereits vor 14 Uhr herrschte reger Andrang vor Haus Menn. Der Arbeitskreis, bestehend aus Marina Leers, Jens Hermann, Christian Schwermer, Anja Schlabach, Michael Roth, Heinz Menn, Julia Knoche, Werner Roth, Waltraut Menn, Joachim Stötzel, Reinhard Gämlich sowie Kathrin Roth, hatte in unzählig vielen Stunden ein „Meisterwerk“, wie es Raphael Hermann als Vorsitzender des Heimatvereins Helberhausen-Oberndorf ausdrückte. Er übergab die erste Ausgabe an Heinz Menn, der das Projekt vergangenes Jahr ins Leben gerufen hatte. Start war im April. 

Ein Pressefoto im Schneegestöber gab es am Sonntag vor dem Haus Menn. Das Festbuch-Team präsentierte stolz sein 448 Seiten starkes Meisterwerk.

Alle drei Wochen hatte sich das Team getroffen, im den vergangenen sechs Monaten sogar wöchentlich. „Es war eine wunderbare Zusammenarbeit“, erklärte Joachim Stötzel im Gespräch. Drei Generationen hätten zusammen an einem Tisch gesessen und sich bei der Erstellung der Festschrift eingebracht. Waltraut Menn mit ihren 92 Jahren war die Älteste, Christian Schwermer mit seinen 28 Jahren der Jüngste. Durch diese bunte Mischung ist das Festbuch nicht nur eine Chronik geworden, in der die letzten 700 Jahre aufgearbeitet wurden. Auch das aktuelle Dorfleben mit seinen vielen Aktivitäten wird  vorgestellt. 448 Seiten stark ist die Festschrift, die erst wenige Tage vor der Ausgabe mit einer Auflage von 1275 Exemplaren in der Löffelstadt ankam. 

Nach Heinz Menn erhielt Hilchenbachs Bürgermeister Holger Menzel das zweite Buch. „Da heute ja niemand mehr vor die Haustüre geht, habe ich heute viel Zeit zum schmökern“, so Menzel mit Blick aufs Wetter. Diese Idee dürften viele Gäste verfolgt haben, die im Hause Menn zusammengekommen waren. Es hatte oberste Priorität gehabt, das Buch noch vor Weihnachten ausliefern zu können, damit es auch als Geschenk unter dem Weihnachtsbaum für Freude sorgt. 

„Wir hatten sehr viel Arbeit, aber auch sehr viel Spaß. Es war immer eine lockere Atmosphäre bei unseren Treffen“, erklärte Joachim Stötzel. „Futter“ fürs Buch kam auch aus der Bevölkerung. Die habe sich sehr gut mit Fotomaterial und Geschichten eingebracht. Ebenso ging der Dank an die Stadt Hilchenbach. Stadtarchivar Reinhard Gämlich, der eigentlich gar nicht in dem 660-Seelen-Ort Helberhausen wohnt, war dem Festbuch-Team beigetreten und hatte ebenfalls viel Material beigesteuert. 

Für 25 Euro ist die spannende Reise durch die Helberhäuser Geschichte und Gegenwart erhältlich. Auf dem Hilchenbacher Weihnachtsmarkt am 16. und 17. Dezember wird das Buch in der Wilhelmsburg angeboten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare