Seminarkonzept gegen Fremdenfeindlichkeit in der Arbeitswelt überzeugte die Jury

Demokratie im Betrieb: 1. Preis ging an Betriebsrat der SMS Group

Der Betriebsrat der SMS Group HIlchenbach hat ein Seminarkonzept gegen Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit im Unternehmen entwickelt und erhielt dafür jetzt den Preis „Demokratie im Betrieb“.

Hilchenbach. „Wir dürfen den Populisten so wenig Raum wie möglich geben. Dort wo sie sich ihn nehmen wollen, müssen wir besonnen und entschieden populistischen Strategien, die in ihrem Kern antipluralistisch und damit antidemokratisch sind, entgegenwirken“, brachte es Maria Springenberg-Eich in ihrer Laudatio beim Preis Demokratie im Betrieb auf den Punkt. Der erste Preis ging an den Betriebsrat der SMS Group Hilchenbach.

Das Seminarkonzept zur gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit hatte die Jury schnell überzeugt. Das Besondere daran ist, dass es fest in den Ausbildungsplan integriert werden soll.

So werden alle zukünftigen Auszubildenden früh für Diskriminierung sensibilisiert und wissen, wie sie sich in solchen Situationen verhalten können.

„In unserem Betrieb bildet sich der Querschnitt der Gesellschaft ab, es gibt nicht mehr oder weniger Probleme als anderswo auch. Trotzdem ist es uns sehr wichtig, das Thema als Betriebsrat immer wieder auf die Tagesordnung zu holen, weil uns das respektvolle Miteinander im Betrieb so wichtig ist. Dass unser Seminarkonzept in den Ausbildungsplan integriert wird, hilft dabei natürlich sehr. Ganz besonders freut uns deshalb, dass unser Seminarkonzept von der Respekt-Kampagne aufgegriffen wurde und in Zukunft auch für andere Betriebe in ganz Deutschland zur Verfügung steht“, sagte Stefan Klenzmann vom Betriebsrat der SMS Group Hilchenbach bei der Preisverleihung. Klenzmann hatte das Seminarkonzept maßgeblich mitentwickelt.

Vergeben wurde der Preis Demokratie im Betrieb jetzt von Arbeit und Leben DGB/VHS NRW bereits zum fünften Mal. Mit dem Preis werden alle zwei Jahre Menschen ausgezeichnet, die sich in besonderem Maße für eine demokratischere Arbeitswelt einsetzen. Schirmherr des Preises ist Arbeitsminister Karl-Josef Laumann.

„Mit dem Preis Demokratie im Betrieb rücken wir diejenigen ins Rampenlicht, die sonst eher im Stillen agieren. Erfahrungsgemäß empfinden sie selbst ihr Handeln häufig als selbstverständlich. Das ist es aber keinesfalls.“ ordnete Jürgen Pohl, Vorsitzender Arbeit und Leben NRW, die Vergabe des Preises ein.

In Vertretung für den Minister gratulierte Staatssekretär Edmund Heller allen Preisträgerinnen und Preisträgern: „Mitbestimmung ist gelebte Demokratie im Betrieb. Sie schafft sozialen Frieden und einen Ausgleich zwischen den Interessen der Belegschaften und der Arbeitgeber. Es geht dabei um gute Arbeitsbedingungen und Mitverantwortung für die Zukunft des Unternehmens sowie der Wirtschaft und Gesellschaft. Die Preisträger gehen mit ihrer Arbeit in beeindruckender und vorbildlicher Weise voran“, sagte Heller.

Dieses Jahr wurden gleich vier Preise vergeben, die aufzeigen, wie vielfältig das Engagement in der Arbeitswelt ist.

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