„Woche gegen Rassismus“ in Hilchenbach

Diskussionsrunde „Pro Asyl – Contra Asyl“ baute Vorurteile ab

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In der Aula der Realschule fanden rege Diskussionsrunden zum Thema „Pro Asyl – Contra Asyl“ statt.

Hilchenbach. Bereits im fünften Jahr infolge nehmen die Carl-Kraemer-Realschule, die Schulsozialarbeit und das Kinder- und Jugendbüro der Stadt Hilchenbach an den bundesweiten „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ teil. In diesem Rahmen werden seit Montag noch bis Sonntag, 26. März, verschiedene Angebote und Aktionen durchgeführt (wir berichteten).

Die unterschiedlichen Veranstaltungen sollen zur Vermittlung von Informationen und Wissen rund um die Themen Rassismus und Ausgrenzung dienen sowie zum Dialog und zur Reflektion anregen und einen Beitrag für ein friedliches Miteinander, Respekt und Toleranz untereinander leisten.

Unter dem Motto „Pro Asyl – Contra Asyl“ fand am Donnerstag in der Carl-Kraemer-Realschule eine Diskussionsrunde der besonderen Art statt. „Wir möchten miteinander ins Gespräch kommen und über Fragen, Probleme und Vorurteile sprechen“, erklärt die Schulleiterin Renate Setzer zu Beginn der Veranstaltung. Für den Meinungsaustausch waren Geflüchtete sowie Ehrenamtliche und Berufstätige der Flüchtlingsarbeit zu Gast und haben sich den Fragen der Schüler aus den Jahrgängen 8 bis 10 gestellt. In der Aula der Carl-Kramer-Realschule wurden Stuhlkreise aufgebaut, die in zehnminüter Rotation jeweils von den unterschiedlichen Gästen moderiert wurden.

Andrea Hermann, die für die soziale Betreuung von Asylbewerbern und Flüchtlingen in Hilchenbach zuständig ist, und der ehrenamtliche Helfer Mongi Zoghlami berichteten unter anderem von ihren Erfahrungen. „Hattest du schon einmal Angst während deiner Arbeit mit Flüchtlingen und warum hast du dich entschlossen Flüchtlinge zu betreuen?“, „Was hälst du von der Flüchtlingspolitik?“ und „Gab es schon Flüchtlinge, die sich nicht integrieren wollten?“ sind nur ein Teil der Fragen, die die Schüler an die ehrenamtlichen und berufstätigen Flüchtlingshelfer hatten. Von den Geflüchteten wollten sie unter anderem wissen „Hattest du Angst auf deinem Weg nach Deutschland?“, „Was sind die Gründe für deine Flucht?“, „Wo ist deine Familie?“.

„Es war sehr interessant, einen Einblick in das Leben der Geflüchteten und die Arbeit der Flüchtlingshilfe zu bekommen. Wir durften alle Fragen stellen und uns wurde alles ausführlich beantwortet“, erklärt eine Gruppe von Schülern nach der Diskussionsrunde. „Es war eine tolle Aktion und ich denke, jeder von uns kann etwas aus den Gesprächen mitnehmen“, so Roman Mengel von der Stadtjugendpflege Hilchenbach. „Jeder von uns kann bei der Integrationsarbeit mithelfen und etwas gegen Rassismus und Ausgrenzung tun. Ein gemeinsamer Austausch und das Kennenlernen untereinander sind wichtige Grundsteine. Gerade in der Schule ist es wichtig, neue Schüler zu unterstützen und ihnen beispielsweise beim Deutschlernen unter die Arme zu greifen“, appelliert Karl-Heinz Jungbluth von der Flüchtlingshilfe Hilchenbach.

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