„Es hat sich viel bewegt“

Festivalleiter Wolfgang Suttner verabschiedet sich bei KulturPur27

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Jede Menge Highlights verspricht die 27. Auflage von KulturPur auf dem Giller, die letztmals Festivalleiter Wolfgang Suttner (vorne 3.v.l.) verantwortet.

Lützel. Begonnen hatte alles am 21. Juni 1991 mit der kleinen Tierschau aus Stuttgart. Vor 26 Jahren lockte die Premiere von KulturPur immerhin 13.000 Besucher auf den Giller. Nun, 26 Jahre später, übernimmt Festivalleiter Wolfgang Suttner, dessen Baby längst erwachsen geworden ist, bei der 27. KulturPur-Auflage vom 1. bis 5. Juni letztmals die Verantwortung.

"Ein bisschen wehmütig wird mir schon sein. Es bleibt nicht alles in den Kleidern hängen, was da so passiert“, musste der scheidende Kulturreferent des Kreises Siegen-Wittgenstein bei der traditionellen Pressekonferenz am Dienstagvormittag im Giillerbergwohnheim zugeben. Kurz vor dem offiziellen Startschuss am Donnerstag, unter anderem tritt um 19.30 Uhr Top-Act Sarah Connor auf, blickte Suttner auf die beispiellose Erfolgsgeschichte des internationalen Musik- und Theaterfestivals zurück, bei dem diesmal 160 Mitarbeiter in Organisation und Gastronomie mitwirken.

„Es hat sich viel bewegt, KulturPur wurde immer größer und erfolgreicher. Größer wie jetzt können wir nicht“, so Suttner. Vieles sei im Laufe der Jahre „aus der Diskussion heraus“ entstanden. Das kreative Miteinander des über viele Jahre zusammenarbeitenden Teams sei ein Garant für den Erfolg gewesen.

An bis dato 141 Tagen gab es 1400 Stunden Programm, 8100 Künstler traten bei den 27 Festivals vor 1,3 Millionen Besuchern auf, die ca. 650.000 Bratwürste genossen, listete Suttner auf.

„Auf eine entspannte Atmosphäre freuen“

Vom Wetter her habe man alles erlebt, Eis, Schnee, es sei mal „arschkalt“ gewesen und man habe auch schon bei 42 Grad extrem geschwitzt. „Wir können uns auf eine entspannte Atmosphäre freuen trotz Hitze“, versprach Suttner, der in diesem Zusammenhang auf die sehr vorteilhafte Zeltklimatisierung verwies und darauf aufmerksam machte, dass auch kurzfristig noch Karten für die Veranstaltungen in einer wohl einzigartigen Umgebung erhältlich seien. Die Zeltstadt mit ihrer nochmals verstärkten Hauptbühne, wurde in den vergangenen Tagen von 30 Personen aufgebaut, das Hauptzelt hat einen Durchmesser von 45 Metern. In puncto Barrierefreiheit arbeitet das Veranstaltungsteam eng mit dem Kreuztaler Verein Invema zusammen.

15.000 Liter Bier, 10.000 Würstchen und 2000 Kilogramm Fritten stehen für die Gäste zum Verzehr an 23 Ständen mit fünf Gastronomen aus sechs Ländern bereit, wie Caterer Jan Klappert von Krönchen Events erwähnte.

Auch die Sicherheit wird nicht vernachlässigt. „Der Sicherheitsstandard ist relativ groß“, versicherte Organisationsleiter Jens von Heyden. „Beim Einlass wird es vielleicht mehr Kontrollen als üblich geben“, so von Heyden. Suttner dazu: „Das Publikum kann sich optimal sicher fühlen.“

Suttner dankte Sponsoren wie der Sparkasse Siegen, die das Festival seit der Premiere mit etwa 500.000 Euro unterstützt hat, und der Krombacher Brauerei für die langjährige Treue. Mit über 70.000 Euro fördert derweil das Land das vielfältige Nachmittagsprogramm. Ein Outdoorspielplatz, das Kindertheater und ein Historischer Markt an der Ginsburg, anlässlich des 200. Kreis-Jubiläums, sollen die Besucher anlocken. Die Baustelle an der B62 ruht an den Festivaltagen.

Wenn am Pfingstmontagabend Supetramp’s Rodger Hodgson seine letzte Zugabe gegebenen haben wird, dürfte sicherlich die ein oder andere Träne bei Suttner kullern.

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