Grüne fordern Erhalt der Zivildienststelle

"Als wichtiger Ansprechpartner etabliert"

Hilchenbach. (SK)

In einer gemeinsamen Erklärung fordern der Fraktionsvorsitzende der Grün-Offenen Liste im Rat der Stadt Hilchenbach, Hartmut Thomas, und der Sprecher der Hilchenbacher Grünen, Dr. Peter Neuhaus, auf die beabsichtigte Streichung der Stelle des Zivildienstleistenden in der Jugendpflege zu verzichten."Wir unterstützen grundsätzlich die Bemühungen, angesichts der finanziell angespannten Situation unserer Stadt, nach Einsparpotentialen Ausschau zu halten", so Thomas und Neuhaus, "aber wir müssen gleichwohl Kosten und Nutzen in ein sinnvolles Verhältnis setzen. Was den Zivildienstleistenden betrifft, so würde der Wegfall pro Jahr etwa 3800 Euro einsparen — bei einem Gesamtschuldenstand von rund 11 Millionen Euro."

Demgegenüber sei zu bedenken, dass der "Zivi" bislang wertvolle Unterstützung der städtischen Jugendpflege leiste. Er trage zum reibungslosen Organisationsablauf der pädagogischen Arbeit in den Jugendtreffs bei, halte außerdem den Jugendpflegern durch Fahrdienste, Materialbeschaffung, die Erledigung von Post und die technische Vorbereitung der von der Jugendpflege angebotenen Konzerte den Rücken frei. Nur so könnten sich diese mit voller Kraft der Begleitung und Unterstützung der Jugendlichen widmen. Nicht zu vernachlässigen ist, so die Grünen weiter, "dass der ,Zivi' aufgrund seines Alters in besonderer Nähe zu den Jugendlichen steht und als Kontaktperson und Ansprechpartner eine wichtige Funktion ausübt."

Darüber hinaus haben sich in letzter Zeit die Beschäftigungsbedingungen für Zivildienstleistende deutlich verbessert, "denn während die Zivildienstleistenden bislang von außen zugeteilt wurden, darf die Jugendpflege ihren Zivi zukünftig selbst auswählen. Außerdem darf ein Zivildienstleistender nun zu etwa der Hälfte seiner Arbeitszeit im pädagogischen Bereich eingesetzt werden. Das bedeutet, dass die Jugendpflege für 3800 Euro pro Jahr eine jugendpädagogische Kraft beschäftigen kann, die angesichts der zunehmenden Herausforderung an die Arbeit mit Jugendlichen von enormer Bedeutung sein dürfte."

"Appell an die

Ratsfraktionen"

"All diese Überlegungen haben uns zu der Überzeugung geführt, dass unsere Stadt auf keinen Fall auf die Beschäftigung eines Zivildienstleistenden verzichten darf. Das vergleichsweise geringe Einsparpotential würde eine solche Maßnahme unseres Erachtens nicht rechtfertigen. Wir fordern daher den Erhalt der Stelle und appellieren an die anderen im Rat vertretenen Fraktionen, sich unserer Auffassung anzuschließen und ebenfalls für den Bestand dieser Stelle einzutreten."

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