Start ins Jubiläumsjahr 2018 

In Helberhausen sind heute die Bären los

Augen auf: Wer in Helberhausen, Hadem oder Oberndorf heute auf diese wilden Gesellen trifft, darf sich nicht wundern. 

Helberhausen. Am heutigen 1. Januar drehen sie wieder ihre Runden: Die Bären von Helberhausen. Obschon es sich hierbei um eine über 100-jährige Tradition handelt, ist doch etwas anders in diesem Jahr: 2018 feiert der Hilchenbacher Ortsteil sein 700-jähriges Bestehen.

Deshalb wird die Bären-Bande in diesem Jahr auch ein Stück vom Müsener Videokünstler Rainer Fränzen begleitet, der einen Imagefilm über das Jubeldorf macht. Und zu dem gehören die Bären mindestens ebenso dazu wie die Löffel. 

Nach einem stärkenden Frühstück machte sich die bunte Truppe um Punkt 7 Uhr auf den Weg, um mit viel Lärm und Gesang auf den Putz zu hauen und die bösen Geister in Hadem, Helberhausen und Oberndorf zu vertreiben: Bär (Marc Stücher) und Bärenführer (Jens Menn), Matrose (Mats Erik Roth) und Teufel (Timo Weiß), Hexe (Matthias Meinhardt), Zigeuner (Christopher Dornhöfer), Mexikaner (Benjamin Winke) und Kassa (Präsident Marcel Fröhlich) sind jedoch nicht (nur) zum Spaß so früh den Federn entstiegen: Wie immer kommt das gesammelte Geld auch diesmal einem guten Zweck zu. 

Einen kleinen Wegezoll geben die meisten doch gern, schließlich werfen sich die Bären für den guten Zweck ins Geschirr. 


Wen es heute noch nach Helberhausen verschlägt, der darf fest damit rechnen, den acht wilden Gesellen noch über den Weg zu laufen, denn sie werden noch eine ganze Weile unterwegs sein: Erst zwischen 22 und 23 Uhr wird zu den Klängen des treuen Husars mit ihrer Ankunft beim Bärenball in der Turnhalle der TSG gerechnet. Dort spielt am Abend die Siegener Band UnArt auf. 

In Helberhausen herrscht bis dahin so etwas wie Volksfeststimmung; viele Nachbarschaften schließen sich zu Straßenfesten zusammen und freuen sich auf die Ankunft der Bären. Bei denen darf jeder Junggeselle mitmachen, der seit mindestens zehn Jahren seinen festen Wohnsitz in einem der drei Dörfer hat. Einziger Wermutstropfen: Die Teilnahme ist auf drei Mal beschränkt. 

Mehr zu den Bären: www.baerengruppe.de und auf Facebook. 

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