Wer nicht spendete, wurde geschminkt

Bärengruppe Helberhausen sammelte diesmal für DRK-Kinderklinik in Siegen 

Auch in diesem Jahr waren in Helberhausen und Umgebung wieder die Bären los. 

Helberhausen. Am Neujahrsmorgen machte die Bärengruppe Helberhausen wieder die Gegend „unsicher“ und sammelt bei dieser Gelegenheit Geld für den guten Zweck, diesmal für die DRK-Kinderklinik Siegen.  Wer das Portmonee nicht zücken mochte, musste mit einer unfreiwilligen Verschönerung rechnen. 

Die Bärengruppe besteht aus Junggesellen aus der Helberhäuser Nachbarschaft, zu der auch die Ortsteile Hadem und Oberndorf zählen. Zu Neujahr folgen sie einer mittlerweile 103 Jahre alten Tradition: Die verkleidete Gruppe zieht in den frühen Morgenstunden des 1. Januar um 6 Uhr bei Familie Fuchs in Hadem los. Mit viel Lärm und Gesang werden die bösen Geister vertrieben. Die Nachbarn, die im Laufe des 14-stündigen Marsches besucht werden, bieten den Wanderern oft auch mal etwas „zum Aufwärmen von innen“ an.  Auf der langen Wanderung werden bei den Bewohnern Spenden gesammelt. Aber auch Autofahrer, die durch den Ort fahren, werden angehalten. Wer nicht spendet, bekommt sein Gesicht geschwärzt.

Der größte Teil der Einnahmen wird an Kindergärten, Krankenhäuser und Altenheime sowie andere soziale Einrichtungen weitergegeben, ein Teil fließt außerdem in den Kostümfundus. Sind die Bären alle wohlbehalten beim letzten Haus auf der Strecke angekommen, werden sie von ihren Helferinnen und Helfern zum Bärenball nach Helberhausen chauffiert. Nur ganz, ganz wenige der Bären halten über Mitternacht hinaus durch. 

Marcel Fröhlich (Präsident der Gruppe) war in diesem Jahr der Kassierer. Marc Andre Stücher trat als „Mexikaner“ auf, Matthias Meinhardt hielt als „Bärenführer“ den „Bären“ Maximilian Neus an der Leine,  Lukas Roth mimte die „Hexe“, Jan Philipp Langer den „Teufel“,  „Matrose“ war Benjamin Winke und als „Zigeuner“ fungierte Christopher Dornhöfer.

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