Recht auf Selbstbestimmung

Hilchenbach zeigt zum 13. Mal Flagge für Tibet

Bürgermeister Holger Menzel und seine Mitarbeiterin Lisann Siegfried präsentieren vor dem Hissen die Flagge Tibets auf dem Marktplatz.

Hilchenbach. Für Tibet am 10. März Flagge zu zeigen ist ein Bekenntnis zu globaler Verantwortung – auch in der Politik. Nelson Mandela sagte einmal: „Wer neutral bleibt angesichts von Unrecht, der stellt sich auf die Seite des Unterdrückers.“ Mehrere 100 Städte, Gemeinden und Landkreise sind nicht neutral geblieben. Sie sind der Bitte der Tibet Initiative Deutschland nachgekommen und zeigten im Jahr 2016 Flagge für Tibet.

Dabei geht es bei der Flaggenaktion nicht um „Unabhängigkeit für Tibet“, nicht um „Freiheit für Tibet“ – darüber zu entscheiden ist Sache des tibetischen Volkes. Es geht um das Recht der Tibeter, selbst gehört zu werden, die Zukunft ihres Volkes und ihres Landes selbst zu bestimmen und ein Leben in Würde führen zu können. Dieses Recht auf Selbstbestimmung wird auch China dem tibetischen Volk nicht auf Dauer verweigern können. Heute leben mehr als 120.000 Tibeter im Exil.

Für Bürgermeister Holger Menzel ist Tibet eine Herzensangelegenheit. Er steht überzeugt dafür ein, mit der kleinen Geste des Hissens der Tibet-Fahne die Sympathie und volle Unterstützung zur Wiedererlangung der Souveränität seines Volkes und der Bestätigung seiner gewaltlosen Politik auszudrücken. Der Bürgermeister sieht aber auch einen wichtigen Nebeneffekt des jährlichen „Flagge zeigen“: „Dies ist eine Gelegenheit für uns alle, den Wert der Souveränität für unser eigenes Volk immer wieder neu schätzen zu lernen. Tibet ist dabei nur ein Beispiel für viele Völker, die unsere Unterstützung verdienen.“

Die Flagge Tibets wird daher in Hilchenbach nicht nur am Gedenktag, sondern bis zum 17. März am Marktplatz gehisst bleiben. Mehr zur Aktion erfahren Interessierte von der Tibet Initiative Deutschland im Internet unter www.tibet-flagge.de und www.tibet-initiative.de.

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