Jeder kann Mitglied werden oder anpacken helfen

Hilchenbacher SGV möchte Förderverein für Wilhelm-Münker-Hütte gründen

Welchen Weg nimmt die Zukunft der Wilhelm-Münker-Hütte? Geht es nach dem SGV Hilchenbach, wird ein Förderverein gegründet. 

Hilchenbach. Zu einem außerordentlichen Hüttentreff lädt die Hilchenbacher SGV-Abteilung am Sonntag, 4. Februar, um 15 Uhr in ihr Domizil im Insbachtal ein. Diese Einladung richtet sich ganz ausdrücklich nicht nur an Mitglieder, sondern an alle, die ein Interesse an der Wilhelm-Münker-Hütte haben. Denn wohin deren Weg in Zukunft führt, das ist mit einem Fragezeichen versehen.

Zwar ist sie beliebter Ort für Familienfeiern et cetera – doch will sie auch unterhalten werden, schließlich ist sie nicht mehr die Jüngste. „Wir stehen vor einer Herausforderung“, erklärt Vorsitzende Dr. Anja Brosowski gegenüber dem SiegerlandKurier.  

Bereits im September des vergangenen Jahres gab es eine außerordentliche Mitgliederversammlung, in der es einzig und allein um die Finanzen des Hilchenbacher SGV ging. Mit 160 Mitgliedern ist er im Vergleich zu anderen Abteilungen klein, dafür jedoch finanziell „überproportional belastet“: Schließlich ist der SGV nicht nur Eigentümer der Wilhelm-Münker-Hütte, sondern auch des Aussichtsturms auf dem Giller. Der Erhalt beider Immobilien kostet Geld – was durch die Tatsache, dass die Hälfte der Mitgliedsbeiträge an den SGV-Dachverband nach Arnsberg abgeführt werden muss, nicht eben vereinfacht wird. Ein weiterer Punkt ist das Personal. 

Die Hütte aber erfreut sich großer Beliebtheit bei vielen Menschen nicht nur in Hilchenbach, sondern auch aus dem Umland bis hin nach Siegen: Mit etwa 30 Vermietungen im Jahr sind die Hüttenwarte Margit und Klaus Wetter gut ausgelastet, schließlich eignet sich das etwas abgeschieden liegende Häuschen auf dem 8000 Quadratmeter großen Grundstück gut für Feierlichkeiten aller Art. Diesen Umstand wünscht sich der SGV zunutze zu machen. „Wir möchten ein Angebot schaffen für Personen, die sich mit uns verbunden fühlen“, so die Vorsitzende. Heißt im Klartext: Den Hilchenbachern schwebt ein Förderverein für ihre Hütte vor. Der Rückhalt für diese Idee in der Abteilung ist groß. Die Vorteile eines Fördervereins aus Sicht des SGV: Er könnte mehr Geld ansparen, ohne seine Gemeinnützigkeit zu verlieren, müsste keine Abgaben nach Arnsberg zahlen und könnte überdies unabhängig vom Dachverband arbeiten.

Angesprochen werden sollen mit einem solchen Förderkreis alle, die entweder dort Mitglied werden oder den Verein (gegebenenfalls zweckgebunden) unterstützen, aber eben nicht in den SGV eintreten möchten. Auch wer über handwerkliche Fähigkeiten verfügt, ist herzlich willkommen – Stichwort Eigenleistung. Eine Großbaustelle, die Hilchenbacher Wanderfreunde ganz oben auf dem Zettel stehen haben, ist die Erneuerung der Heizung, schließlich wird das fast 40 Jahre alte Gebäude noch mittels Nachtspeicheröfen aus den 80er-Jahren warm gehalten.

Um einen Förderverein gründen zu können, sind etwa 40 Personen nötig. Schon jetzt haben sich 20 Hilchenbacher SGV-ler bereit erklärt, beitreten zu wollen.

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