Angebote in der neuen Küche beginnen nach den Sommerferien

„KlimaWelten“ in Hilchenbach gehen an den Start

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Hilchenbach. Fast auf den Tag genau zwei Jahre nachdem der Verein der „Klimabildungsstätte Südwestfalen“ die Förderzusage in Höhe von 111.700 Euro von der Stiftung Umwelt und Entwicklung erhalten hatte, gehen jetzt die „KlimaWelten“ an den Start. Das Bildungszentrum für nachhaltige Entwicklung wurde heute offiziell eröffnet.

„Das Engagement und die Beharrlichkeit des Vereins haben sich ausgezahlt“, so Gerald Knauf von der Stiftung Umwelt und Entwicklung in seinen Grußworten. Nach vielen Unsicherheiten kann der Verein nun mit seiner pädagogischen Arbeit in der KlimaKüche im Untergeschoss der ehemaligen Florenburgschule im Kirchweg beginnen (nur Sponsoren für einen großen Esstisch mit Bänken fehlen noch). 

Sponsoren für einen großen Esstisch mit Bänken werden noch gesucht.

„Nachdem der Mietvertrag im Frühsommer 2016 unterschrieben war, wussten wir endlich wie es weitergeht“, sagt Ingrid Lagemann, erste Vorsitzende des Vereins „Klimabildungsstätte Südwestfalen“. Die Überlassung der Räumlichkeiten wurde für die Dauer von zehn Jahren ins Grundbuch eingetragen. Ein weiterer „Meilenstein“ für die „KlimaWelten“ war die Bereitstellung von Landesmitteln aus dem neuen Förderprogramm für Umweltbildungseinrichtungen des Landes NRW im November 2016. „Lange gereifte Visionen und Pläne können nun endlich konkretisiert und realisiert werden“, freut sich die Vorsitzende. Ende 2016 konnten so bereits die ersten zwei Mitarbeiterinnen eingestellt werden. Die Umweltpädagogin Judith Schneider ist für die Einrichtung der Küche und Entwicklung von Lernangeboten zum Thema „Klima und Ernährung“ zuständig, während sich Melanie Klotz um die Büroorganisation und Buchhaltung kümmert. Das KilmaBüro wurde Anfang 2017 eingerichtet, um Aktionen und das Jahresprogramm mit dem Schwerpunkt Bildung für nachhaltige Entwicklung auszuarbeiten.

Nach den Sommerferien starten die Angebote in der neuen KlimaKüche. Interessierte Schulen oder Kindergärten können sich ab sofort anmelden. Die Küche soll dabei als einer der energie- und ressourcenintensivsten Orte kennengelernt werden, indem der CO2-Fußabdruck unterschiedlicher Lebensmittel ermittelt und der selbstverständliche Umgang mit frischen Zutaten wie saisonales und regionales Obst und Gemüse vermittelt wird.

Der nächste Schritt wird die Einrichtung des KlimaLabors sein, ebenfalls im Untergeschoss. Der Antrag wird zurzeit von der Stiftung Umwelt und Entwicklung bearbeitet. „Es wird nicht mehr allzu lange dauern“, verspricht Gerald Knauf. Hier sollen mithilfe von Fachlehrern und Laborleitern der Universität Siegen durch Versuche Phänomene von Umweltveränderungen und Klimawandel (zum Beispiel Treibhauseffekt, Saurer Regen) erkannt werden. Zudem können die Teilnehmer den technischen Nutzen erneuerbarer Energieformen erleben (zum Beispiel Brennstoffzellen), Werkstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen herstellen und die Wasserqualität von heimischen Gewässern untersuchen.

Gerald Knauf: „Die Energiewende ist kein Selbstläufer. Durch solche Initiativen und Projekte wird Klima- und Umweltschutz an die nächsten Generationen weitergegeben.“

In den KlimaWelten gibt es seit 2015 auch das Repair Café, das morgen, 24. Juni, von 13 bis 15 Uhr seine Türen öffnet – wie an jedem vierten Samstag im Monat. Ehrenamtliche „Reparaturfachleute“ bieten hier ihre Unterstützung an, defekte Dinge wieder instand zu setzen. Ingrid Lagemann, Tel. 02733/2366, steht für Fragen rund um das Projekt zur Verfügung.

Bei der Eröffnung gab es in der neuen KlimaKüche kleine Häppchen aus frischen Zutaten zum Probieren.

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