Kosten nicht gedeckt

Ruhe finden in der Heimat.

Für die Nutzung der Friedhöfe und die Benutzung der für die Beisetzungen vorgesehenen Einrichtungen muss die Stadtverwaltung Gebühren nach der Friedhofsgebührensatzung erheben, die jedoch nicht die volle Kostendeckung für den Betrieb der Anlagen erreichen.

Die für eine Beisetzung anfallende Gebühr setzt sich aus mehreren Einzelbeträgen zusammen und richtet sich nach dem Umfang der zu erbringenden Leistungen. In der Regel sind dies Kosten für die Grabüberlassung, die Grabherrichtung, die Nutzung der Friedhofskapelle und Sonderleistungen, wie zum Beispiel die Grabpflegegebühr für Wiesengräber und anonyme Grabstätten. So reichen die Gesamtgebühren zur Zeit von 1273,55 Euro bis zu 3740,00 Euro. Im Einzelnen kostet ein anonymes Urnengrab 1273,55 Euro und ein Urnenwahlgrab 1320 Euro sowie ein Reihen-grab 2205,00 Euro. Für Wiesengräber und anonyme Erdgräber sind jeweils 3359,30 Euro zu zahlen und die Kosten für ein Doppelwahlgrab belaufen sich auf 3.740 Euro. Deutlich günstiger wird nur die Verstreuung von Totenasche auf dem Aschestreufeld des Friedhofs im Stadtteil Dahlbruch. Hierfür beträgt die Gebühr 325 Euro.

Zum 1. März 2011 ist die Friedhofsgebührensatzung geändert worden. Sie enthält jetzt unter anderem eine neue Regelung bezüglich der Einebnung von Grabstätten. Bisher waren diese immer gebührenfrei. Nun sind die Einebnungen, die vor Ablauf der jeweiligen Grabruhezeit be-antragt und durchgeführt werden, gebührenpflichtig. Die Kosten hierfür betragen für jedes Jahr der Restruhezeit 35 Euro. Mit dem Thema Friedhöfe und Bestattungen befasst sich seit einiger Zeit bei der Stadt Hilchenbach eine Arbeitsgruppe. Darin diskutieren neben den Fachleuten aus dem Rathaus auch Vertreter der Fraktionen des Rates über neue Wege bei der Unterhaltung, Pflege und Gestaltung von Friedhöfen sowie die Gebührenfestlegung. Neben der Erarbeitung zukunftsfähiger Nutzungskonzepte für Friedhöfe wird in der Arbeitsgruppe besonderer Wert auf die Erweiterung der Bestattungsangebote für Urnen gelegt. Die Einführung von Urnenwiesengräbern ist zur Beratung in den kommunalpolitischen Gremien entscheidungsreif vorbereitet. Diskutiert wird in der Arbeitsgruppe außerdem als weitere Möglichkeit noch die Beisetzung von Urnen im Wurzelbereich von Bäumen auf den städtischen Friedhöfen.

Für nähere Einzelheiten zu Grabarten und Gebühren hält die Stadt Hilchenbach ein Informationsschreiben bereit. Dieses ist im Internet auf www.hilchenbach.de unter dem Suchbegriff "Friedhof" zu finden oder im Rathaus bei Josef Buchen (Tel.: 02733/288-253) zu erhalten.

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