"Mitreden ist wichtig"

Kathrein Gessner: ?Es sollten sich noch mehr beteiligen.?

Seit einigen Monaten ist es das TOP-Thema in der Stadt am Rothaarsteig: das Dorfentwicklungskonzept "Hilchenbach und seine Dörfer". Mit Hilfe einer großen Beteiligung aus der Bevölkerung möchte die Stadtverwaltung erarbeiten, wie sich Hilchenbach in den nächsten Jahren entwickeln könnte.

Wo sollen die Schwerpunkte liegen, um auch noch in 10, 20 oder 30 Jahren eine attraktive Stadt für deren Bewohner, aber auch für Gäste zu sein? Wie wichtig ist den Hilchenbacherinnen und Hilchenbachern bei der Gestaltung der Zukunft mitreden zu können? Wie sinnvoll finden sie es, ein Konzept zur Dorfentwicklung zu erarbeiten? Und welche Schwerpunkte und Zukunftsthemen sind ihnen persönlich dabei am wichtigsten?

Dajana Reifenrath findet es sehr wichtig, mitreden zu können. "Ich lebe gerne in Hilchenbach und möchte daher auch die Chance nutzen, eigene Ideen mit einzubringen", so die 21-Jährige. Ihr ist das Thema Tourismus sehr wichtig. "Hilchenbach bietet alleine durch die schöne Natur viele Möglichkeiten, sich auswärtigen Gästen zu präsentieren. Zudem finde ich es sehr wichtig, Jung und Alt zusammenzubringen. Und das schaffen wir nur durch gute gemeinsame Projekte."

"Verdrossenheit macht keinen Sinn"

Auch Benjamin Schwarz hat eine Meinung. "Mir persönlich ist es sehr sehr wichtig die Dinge mit anzupacken, die uns alle angehen. Ich hasse diese Politikverdrossenheit, die manche Zeitgenossen an sich haben", sagt der 24-Jährige. "Seit der letzten Kommunalwahl bin ich Mitglied im Stadtentwicklungsausschuss. Daher behaupte ich, es ist einfach, etwas zu bewegen. Mein Schwerpunkt liegt ebenfalls im Bereich Tourismus. Lebensqualität ist für mich, dort zu wohnen, wo andere Urlaub machen", fasst Benjamin Schwarz zusammen.

Tim Bernshausen meint: "Bei so einem wichtigen Thema mitreden zu dürfen, ist eine gute Sache. Schließlich betrifft es uns alle. Ich sehe es sogar als eine Bürgerpflicht", so der 31-Jährige. "Besonders im Zuge des demografischen Wandels müssen wir versuchen, möglichst viele Anreize zu bieten, junge Menschen zu gewinnen, die auch gerne hier leben möchten. Wir müssen heute bereits planen für morgen", ist Tim Bernshausen sicher.

"Mehr junge Leute anlocken"

Auch Kathrein Gessner ist es wichtig, mehr junge Menschen dauerhaft nach Hilchenbach zu locken, die dort ihren Lebensmittelpunkt organisieren. "Dafür müssen wir aber etwas tun. Und genau da kann die Bevölkerung entscheidend mitwirken. Es geht uns schließlich alle an. Daher finde ist es sogar ein wenig beschämend für diejenigen, die nicht zum zweiten Bürgerforum nach Helberhausen gekommen sind. Es sollten sich noch mehr beteiligen", so die 21-Jährige.

Das findet auch Gerd Debus (72). Er sagt: "Mir ist äußerst wichtig, bei so einem Thema eine Mitsprache zu haben. Daher wünschte ich mir auch noch mehr Beteiligung aus der Bevölkerung. Es geht beispielsweise um die Neugestaltung des Kulturellen Marktplatzes in Dahlbruch. Und der soll ja schließlich ein Treffpunkt für Jung und Alt werden. Die Bürgerforen bieten eine gute Möglichkeit, bei der Gestaltung mitreden zu können und sind ein klares Zeichen, dass die Entscheidungen nicht am Willen des Bürgers vorbei geplant werden dürfen und sollen. Diese Chance sollte jeder nutzen."

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