Alle Besucher sollen bald die Chance zum Besuch des historischen Gebäudes haben

Offene Kirche braucht barrierefreien Zugang

Rüdiger Schnurr, Ernst Günter Klose, Ralf Schmitt, Dr. Matthias Lagemann, Hildegard Marwedel und Norbert Kaufmann begutachten die Pläne für einen barrierefreien Zugang zur Evangelischen Pfarrkirche.

Zur „offenen Kirche“ gehört auch ein barrierefreier Zugang: Seit der Gründung im Jahr 2006 hat der Kirchbauverein Hilchenbach es sich zur Aufgabe gemacht, zur Instandhaltung des denkmalgeschützten Ensembles rund um die Hilchenbacher Kirche beizutragen.

Hilchenbach.

In den vergangenen Jahren wurden mehrere große Projekte an der Kirche bereits erfolgreich umgesetzt. Dr. Matthias Lagemann, erster Vorsitzender des Kirchbauvereins, führt die Erneuerung der Elektrik und die damit einhergehende Veränderung der Beleuchtung an. Für die Innenraumrenovierung wurde ebenfalls viel Geld in die Hand genommen. Beisitzerin Hildegard Marwedel ergänzt: „Bei der Evangelischen Pfarrkirche handelt es sich um ein Gebäude, das 1846 eingeweiht und dessen Türme in diesem Jahr ihren 150-jährigen Geburtstag feiern. Ohne einen entsprechenden Kirchbauverein sind von der Kirchengemeinde kaum die Mittel zum Erhalt des Gotteshauses aufzubringen.“

Der Verein sieht noch viel Handlungsbedarf. Neben den elementaren Erhaltungsarbeiten am Dach fallen dem stellvertretenden Vorsitzenden Ernst Günter Klose noch weitere offene Baustellen ein: „Durch die Bauarbeiten und den nicht immer einzudämmenden Staub ist die Orgel früher als üblich zu reinigen. Das Instrument muss zudem noch auf den technisch aktuellen Stand gebracht werden, ohne jedoch die Besonderheit des Instruments zu beeinträchtigen.“ Bis jetzt sind seitens des Kirchbauvereins ca. 40.000 bis 50.000 Euro in den Erhalt des Baudenkmals geflossen. Sorgen bereitet dem Verein aber, dass die Kirchengemeinde zwar der Initiative „Offene Kirchen“ angehört – die Evangelische Pfarrkirche also auch wochentags geöffnet ist – jedoch nicht alle Besucher die Chance haben, in das Gebäude zu gelangen. „Durch die Nähe zu den Hilchenbacher Kliniken und auch durch die zunehmende Anzahl älterer Gemeindeglieder hat sich der Anteil derer erhöht, die mittels Gehhilfe oder Rollstuhl die Kirche besuchen wollen. Was bisher fehlt, ist ein barrierefreier Zugang“, weiß Pfarrer Rüdiger Schnurr, der als Beisitzer die Arbeit des Kirchbauvereins berät und fördert.

Und das ist neben den finanziellen Mitteln auch eine bauliche Herausforderung. Volksbankvorstand Norbert Kaufmann führt im Gespräch aus: „Gerne helfen wir den Hilchenbachern mit einer Geldspende in Höhe von 5000 Euro, das Gebäude für die Nutzung durch alle Generationen herzurichten.“ Der Vorsitzende Dr. Lagemann freut sich: „Dank der Zuwendungen ist es dem Verein möglich, zwei dringende Projekte mit einem erheblichen Beitrag in die Förderliste aufzunehmen: Die Säuberung der Orgel und den barrierefreien Zugang zur Kirche.“

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