Renaturierung Thema im Ausschuss

Ferndorfquelle soll „wahrnehmbar und spürbar“ werden

Die von Arno Wied im Ausschuss vorgestellte Skizze vermittelt einen Eindruck davon, wie die Ferndorfquelle künftig aussehen könnte.

Hilchenbach. Im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehrsplanung präsentierte Arno Wied, Dezernent und Leiter des Referats des Landrates, die erste Gestaltungsplanung für die künftige Renaturierung der Ferndorfquelle in Oberndorf.

Nachdem im Jahr 2014 eine Renaturierung erfolgt war, muss nun erneut in das touristische Ziel investiert werden. Das vor drei Jahren erbaute sogenannte Vogelnest wurde durch Wettereinflüsse so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass der Zugang zur Quelle 2016 gesperrt wurde. Es sehe dort aus „wie Kraut und Rüben“, stellte Ausschussvorsitzender Michael Stötzel fest. 

Dieser Zustand soll nun behoben werden, diesmal mit einer dauerhafteren Lösung. Nach einer Begehung im Juli mit Landrat Andreas Müller und Vertretern des Heimatvereins Helberhausen-Oberndorf, der Waldgenossenschaft Oberndorf und Bürgern (der Siegerlandkurier berichtete) wurde Handlungsbedarf festgestellt. Landrat Müller habe laut Stötzel den Zustand der Quelle als „unsäglich“ beschrieben. Die genannten Parteien haben ein erstes Konzept zur Gestaltung entwickelt, das vorsieht, das „Vogelnest“ nicht wieder aufzubauen, sondern stattdessen auf Materialien zu setzen, die dauerhafter sind und leichter instand gehalten werden können. 

Konkret bedeutet das, dass künftig eine konkav verlaufende Mauer aus Naturstein die Quelle umfassen soll, an deren Seite eine Treppe Zugang zum Wasser ermöglicht. Ein Geländer an dieser Treppe wie auch oberhalb der Mauer soll für Sicherheit sorgen und gestalterisch attraktiv wirken. Das Gewässer würde dank dieser Maßnahmen für die Besucher der Quelle „wahrnehmbar und spürbar“ gemacht, so Arno Wied. 

Vorstellbar sei ebenfalls eine Liege als Ort der Ruhe. Weiterhin vorgesehen: eine Beschilderung mit Informationen zur Quelle und deren Gestaltung. So könnten die aus der Dorfgemeinschaft formulierten gestalterischen Ansprüche mit den ökologischen Ansprüchen der beteiligten Behörden in Einklang gebracht werden. Baudezernent Michael Kleber ergänzte, dass die Eingriffe in die Natur so gering wie möglich gehalten werden sollten. 

Die Planung solle bislang nur einen Eindruck davon vermitteln, wie es aussehen könne, erklärte Arno Wied Skizze zur Gestaltung. Aus dem Ausschuss schlug dem Kreisdezernenten eher wenig Begeisterung entgegen, stattdessen wurde die grob umrissene Planung mit einem Augenzwinkern aufgenommen.

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