Vor allem Schülerinnen und Schüler engagieren sich 

Internationale Wochen gegen den Rassismus: Auch Hilchenbach macht wieder mit

Ganz wichtig im Umgang miteinander, gerade wenn verschiedene Kulturen ins Spiel kommen: Respekt. 

Hilchenbach. Seit sechs Jahren beteiligen sich die Carl-Kraemer-Realschule, die Schulsozialarbeit und das Kinder- und Jugendbüro der Stadt Hilchenbach mit diversen Veranstaltungen an den Internationalen Wochen gegen Rassismus. Der Aktionszeitraum vom 12. bis 25. März wird vor Ort mit zahlreichen kulturellen Events, kreativen Workshops sowie Diskussionen und Gesprächen gefüllt.

Zu Beginn der Wochen fährt die Carl-Kraemer-Realschule am 12. und 13. März zur Gedenkstätte Hadamar. Hier wird  an die Opfer der nationalsozialistischen Euthanasie-Verbrechen in der ehemaligen Tötungsanstalt erinnert. Am 12. März besuchen Mädchen und Jungen aus den Jugendtreffs in Hilchenbach und Dahlbruch und am 15. März Schülerinnen und Schüler der Realschule die Ausstellung „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“ in Siegen. Dort werden die Gäste von speziell dafür ausgebildeten „Peer Guides“ aus der Region geführt. 

Der Vortrag/Workshop „Vielfalt der Diskriminierung und ihre Wurzel“ mit dem Referenten Stephan Klenzmann von der DGB-Jugendinitiative Siegen Nazifrei findet am 13. März um 17.30 im Jugendzentrum „Next Generation“ statt. Dort werden die verschiedenen Arten von Diskriminierung entschlüsselt und eigene Vorurteile und Ressentiments beleuchtet. Unter dem Titel „Alle(s) anders/alle(s) gleich!?!“ sind haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Flüchtlingshilfe sowie Geflüchtete am 19. März in die Carl-Kraemer Realschule eingeladen, um mit den Schülerinnen und Schülern  positive sowie negative Erfahrungen, eventuell bestehende unterschiedliche Wertevorstellungen, Erwartungen und Vorurteile aller Seiten auf realistische Wahrnehmung hin zu beleuchten. 

Das Rheinische Landestheater Neuss ist am 20. März um 18 Uhr mit dem Theaterstück „Tawle – am Kopf des Tisches“ zu Gast im Jugendzentrum „Next Generation“. Dabei handelt es sich um den Monolog eines jungen Mannes zwischen zwei Welten, der Entscheidungen treffen muss, die Leben oder Tod bedeuten können. Am Folgetag sind  Schüler der Carl-Kraemer-Realschule eingeladen, das Theaterstück „Dreck“ der Kulturschule Leipzig auf sich wirken zu lassen. Die Aufführung beleuchtet Ausländerhass und Fremdenfeindlichkeit auf eine ganz andere Art Weise. Der Hauptdarsteller beschreibt sein Leben in einer deutschen Stadt, seine Erfahrungen mit Fremdheit und Verachtung. 

Über den gesamten Veranstaltungszeitraum entstehen in dem Kreativprojekt „Gemeinsam in Hilchenbach“ Fotos und Bilder unter Einbeziehung der Bevölkerung. Diese wird gebeten unter dem Motto zu den Themen Vielfalt, Respekt und Toleranz bei einer Foto- beziehungsweise Bilderaktion der Kooperationspartner mitzuwirken.  

Am 22. März wird im Viktoria-Theater Dahlbruch  um 20 Uhr das Stück „Nathan der Weise“ gezeigt, ein Theaterprojekt mit professionellen Schauspielern und deutschen Jugendlichen sowie Jugendlichen mit Fluchterfahrung des Gymnasiums Stift Keppel.

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