Hilchenbacher Jugendgruppe lässt Reise Revue passieren

Mit einem Schutzengel in Spanien

Ein Schutzengel reiste unter den 39 Teilnehmern der Jugendfreizeit mit nach Spanien.

Hilchenbach. „Glück im Unglück“ lautet eine Redensart. Diese trifft bei der diesjährigen Jugendfreizeit des Kinder- und Jugendbüros der Stadt Hilchenbach (der Siegerlandkurier berichtete) unter Leitung von Heike Kühn und Roman Mengel mit 38 Jugendlichen und sechs Betreuern in Calella an der Costa Brava zu.

Nach einigen sehr schönen Tagen mit verschiedenen Angeboten und Aktionen, fand ausgerechnet am Donnerstag, 17. August, der Ausflug nach Barcelona, der zweitgrößten Stadt Spaniens, statt. Nach dem Besuch des Park Guells und der Sagrada Familia wurde die Gruppe Zeuge als die Hauptstadt Kataloniens durch einen Terrorangriff erschüttert wurde. Alle Teilnehmer und Betreuer blieben glücklicherweise, zumindest körperlich unverletzt. Die Gruppe meisterte diese Extremsituation gemeinsam mit ihren Betreuern bestmöglich. Nach relativ kurzer Zeit war bekannt, wer sich an welchen Orten aufhielt und – das Wichtigste: es gab keine Verletzten in der Reisegruppe! 

Es dauerte allerdings einige Stunden bis alle Teilnehmer den Rückweg zum Zeltlager antreten konnten, da einige wegen der unklaren Lage noch an ihren sicheren Orten in verschiedenen Geschäften und in einem Restaurant verweilen mussten. Die Gruppe wurde erst spät am Abend unter Polizeigeleit herauseskortiert. Gemeinsam wurde das Erlebte am Folgetag besprochen und die Entscheidung getroffen, die Freizeit wie geplant zu Ende zu bringen und nicht früher abzureisen. 

Die Jugendlichen verfassten folgendes Statement und sind dankbar, dass ihr Wunsch respektiert wurde und sie ihn umsetzten konnten: „In solchen Zeiten des Terrors ist es wichtig, dass man zusammenhält. Unsere Gemeinschaft hat dazu beigetragen, die gestrige Situation in Barcelona gut und sicher zu meistern. Wir blicken trotz dieses Vorfalls nach vorne und haben gemeinsam entschieden, unserer Freizeit bis zum Ende fortzuführen, um das Erlebte zusammen zu verarbeiten. Wir sind in Gedanken bei den Opfern, deren Familien und Angehörigen. Wir lassen uns durch den Terror nicht entmutigen!“ 

Das Kinder- und Jugendbüro dankt allen Jugendlichen, den Familien und nicht zuletzt dem Betreuerteam mit Hannah Neuhaus, Ahmad Samehni, Tom Müller und Latif Leiendecker für die großartige Zusammenarbeit und das Vertrauen, diese schwierige Situation in der Gruppe durchzustehen und in den ersten Folgetagen zu verarbeiten.

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