„Rondel“ zu Gast  – Manege frei am 15. September 

An der Florenburg-Grundschule wird Zirkus gemacht

Sie sind die kleinen Stars in der großen Manege: Für die Kinder an der Florenburg-Grundschule dreht sich alles um das Thema Zirkus. 

Hilchenbach. „Was macht ihr, wenn dort ein Feuer ist? Ihr springt drüber. Und am Ende rollt ihr euch auf der Matte ab“, ruft Rene Ortmann den Schülern zu, die in der Turnhalle in einer kleinen Gruppe zusammenstehen und auf das Trampolin zulaufen.

Am anderen Ende der Schulturnhalle auf dem Hilchenbacher Schulberg trainiert Marco Ortmann mit seiner Verlobten Laura und einigen weiteren Grundschülern. Der 20-Jährige hebt die achtjährige Lina aus der dritten Klasse in die Höhe. In der „Vogelneststellung“, wie sie später erklärt, dreht sich der Trainer mit dem Mädchen. Rene, Marco, Laura und die 30-jährige Marylin, die in der Schulaula den Bauchtanz mit den Kindern und vielen bunten Tüchern einübt, sind ein Teil des Zirkus Rondel. 

Der gastiert für eine Woche zum ersten Mal an der Florenburg-Grundschule. Die Zirkusfamilie übt ihren Beruf in der siebten Generation aus, seit 23 Jahren sorgt die 17-köpfige Truppe an Grundschulen in ganz Deutschland für strahlende Kinderaugen. Jedoch nicht, weil die Mädchen und Jungen im Publikum sitzen und den Artisten zuschauen, sondern weil sie nach einem intensiven Training selbst ein Teil der Zirkusvorstellung werden.  Seit Anfang der Woche beschäftigten sich die Schüler  – 200 an der Zahl, so erzählte Schulleiterin Anja Koch am Mittwoch – der ersten bis vierten Klassen intensiv mit dem Thema Zirkus in Theorie und Praxis. Den meisten Spaß haben die Grundschüler in der Turnhalle, der Aula und – wie sollte es anders sein – in der Manege des großen Zirkuszelts, das auf der Wiese des Hilchenbacher Freibads mit der Unterstützung von rund 60 bis 70 Eltern aufgebaut wurde. 

Trapez, Tauben, Fakir, Jonglage, Bauchtanz, Pony, Ziegen, Clowns, Akrobatikturnen und Trampolin und mehr: 12 verschiedene Gruppen gibt es. Drei Wünsche hatten die Kinder frei, Rene Ortmann und sein Team teilten danach die Gruppen ein. Seitdem „tourten“ die Schüler innerhalb ihrer Schulräume und dem Freibadgelände, was besonders für das Lehrerkollegium eine logistische Meisterleistung war. „Die haben wir für dieses Projekt aber sehr gerne und erfolgreich gemeistert. Einen großen Dank möchte ich hier auch mal an die helfenden Eltern, die Lehrer, das Team des Zirkus und vor allem den vielen Sponsoren aussprechen“, so Rita Sichert vom Team Förderverein. Ein besonderer Dank geht auch an Thomas Aderhold, der mit dem Förderverein-Team einen Großteil der Organisation übernommen hatte. 

Die Finanzierung erfolgte neben einigen heimischen Sponsoren über einen Spendenlauf auf dem Sportplatz, einem Weihnachtskartenverkauf und natürlich über die Eintrittskarten, die die Besucher am Freitag, 15. September,  für die Vorstellungen um 15 und 19  Uhr benötigen. In den über zweistündigen Shows zeigen die Sechs- bis Zehnjährigen ihre Kunststücke. 

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