Freie Grundschule Allenbach: Bilingual und an Montessori-Pädagogik angelehnt

Mit Spaß und Initiative zum Erfolg

Yvonne Melsheimer (li.) und Katy Nowara von der Gründungsinitiative stellten das Konzept und die Hintergründe der Freien Schule Allenbach vor. Foto: Anke Bruch

Die Freie Schule Allenbach (FSA) steht in den Startlöchern.

Nachdem der Hauptausschuss der Stadt Hilchenbach in der vergangenen Woche die Entscheidung des Rates bestätigt hat, einen Teil der Grundschule Allenbach an die FSA zu vermieten, kann die Schule nun an die Öffentlichkeit gehen.

In einem Pressegespräch stellten Yvonne Melsheimer und Katy Nowara von der Gründungsinitiative das Konzept der Freien Schule vor. Der Start ist für das Schuljahr 2014/15 mit einer jahrgangsgemischten Klasse (1/2) geplant. Das Angebot richtet sich deshalb zunächst an alle Kinder, die im Jahr 2014/2015 Erst- oder Zweitklässler sind und in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe wohnen.

Die Freie Schule Allenbach ist eine bilinguale (deutsch/englisch) Grundschule in freier Trägerschaft, deren Konzept stark an die Montessori-Pädagogik angelehnt ist sowie auf Erkenntnisse der aktuellen Lernforschung beruht.

Als genehmigte Ersatzschule wird die FSA öffentlichen Schulen gleichgestellt und unterliegt den aktuellen Rahmenlehrplänen des Landes NRW sowie der oberen Schulaufsicht durch die Bezirksregierung.

Selbstbestimmt und individuell lernen

Ziele sind das selbstbestimmte Lernen in individuellem Lerntempo sowie die individuelle persönliche Betreuung durch zusätzliche Lernbegleiter. Die Hälfte des Unterrichts wird in englischer Sprache abgehalten. „Wir wollen dazu beitragen, dass unsere Kinder auf dem Spielfeld Schule mit Spaß und Initiative ausprobieren und trainieren können und positive Lernerlebnisse haben. In einer sich immer schneller verändernden und vernetzten Welt kommt es nicht mehr nur auf die reine Wissensvermittlung an, sondern auch immer mehr auf persönliche Fähigkeiten wie Kreativität, Lösungskompetenz und persönliches Engagement“, so die Initiatorin Yvonne Melsheimer.

Zwei Infoabende für interessierte Eltern

Um kindgerecht alternative Lernformen, intensive Lernbetreuung und Förderung zu ermöglichen, basiert der Schulalltag auf einem Ganztagskonzept. Dabei ist geplant, die OGS-Kinder der „alten“ Grundschule mit der Freien Schule zusammenzulegen und auch gemeinsam Mittag zu essen.

Da die Freie Schule Allenbach noch in der Gründungsphase ist, steht die Genehmigung der Bezirksregierung in Arnsberg noch aus. „Wir gehen aber davon aus, dass es keine Probleme gibt“, so Katy Nowara.

Der erfahrene Fach-Anwalt aus Düsseldorf, der die Gründer berät und unterstützt, ist sicher, dass die FSA genehmigt wird. Wie bei vielen anderen Schulen in freier Trägerschaft wird es auch an der FSA ein Schulgeld geben. Wie hoch das ausfällt, konnten und wollten die Gründerinnen nicht sagen. „Das ist ganz individuell. Es wird aber einkommensabhängig und an die Kindergartenbeiträge angelehnt sein“, erklärte Nowara. Derzeit sind Melsheimer und Nowara auf der Suche nach einer geeigneten Schul- und Klassenleitung sowie einem ergänzenden Lernbegleiter. „Es gibt schon Bewerbungen. Damit müssen wir uns jetzt ganz in Ruhe auseinandersetzen“, so Melsheimer.

Eltern können ihre Kinder ab Oktober an der FSA anmelden, parallel zu den Anmeldezeiten an den öffentlichen Grundschulen. Da die Genehmigung aus Arnsberg noch aussteht, erfolgen die Anmeldungen jedoch vorbehaltlich. Die Eltern haben deshalb die Möglichkeit, doppelt – das heißt gleichzeitig an einer anderen Grundschule – anzumelden.

Für alle interessierten Eltern gibt es Informationsabende, die am 30. September und 7. Oktober, jeweils um 20 Uhr in der Grundschule Allenbach stattfinden. Weitere Informationen und das Konzept der Freien Schule Allenbach gibt es im Internet unter www.fsa-hilchenbach.de. (Von Anke Bruch a.bruch@siegerlandkurier.de)

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