TuS Müsen zeigt Sanierungsbedarf auf

SPD-Fraktion macht sich für Naturfreibad stark

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Müsen. Vier Vertreter des TuS Müsen aus dem Leitungsteam für den Verein und sein Naturfreibad trafen sich kürzlich mit zehn Mitgliedern der Hilchenbacher SPD-Fraktion und des Ortsvereinsvorstandes. Der Anlass: der mit dem Dezember 2018 auslaufende jetzige zehnjährige Betreibervertrag für das Bad zwischen der Stadt Hilchenbach und dem TuS.

Beide Seiten sind bereit, das weit und breit einzigartige Freizeit- und Sportangebot dieser Art für Hilchenbach und darüber hinaus zu weiterhin erhalten, heißt es in einer Pressemitteilung. Das bestehende Management durch den TuS soll für erneut zehn Jahre vertraglich gesichert werden. Zur Erinnerung: Der Seekomplex mit seiner beachtlichen Größe, mit der frischen nicht chlorierten – auch von Wasserlebewesen – anerkannten Qualität, mit seinem inneren und äußeren Ambiente bietet nicht nur den sommerlichen Badegästen die erwünsche Abkühlung und Entspannung. 

Die Anlage ist unter anderem auch Schauplatz des jährlichen Triathlons und des legendären Hafenfestes, insoweit eben auch ein Anziehungspunkt für viele auswärtige Besucher. Also für Hilchenbach ein wirksamer und somit darstellbarer Pluspunkt in der touristisch werbenden Außendarstellung. Die SPD-Fraktion hatte sich interessiert gezeigt und die Leitung des Bades informierte präzise über die aus ihrer Sicht nötigen Voraussetzungen für ein weiteres erfolgversprechendes Freibadkonzept. 

Die Vertreter der Hilchenbacher SPD-Fraktion verschafften sich im Müsener Freibad einen Eindruck aus erster Hand. 

Ehrenamtlich werden von vielen Helfern aus dem Verein mehrere tausend Stunden pro Jahr für den Freibadbetrieb aufgebracht, eine immer wieder schwierig zu leistende Herausforderung für Vorstände und Helfer. So muss zum Beispiel auch zu Tageszeiten mit geringerer Besucherfrequenz eine kompetente Badeaufsicht gewährleistet sein, dies durch Menschen, die in regulärer Berufstätigkeit stehen. Das alles erfordert immer wieder eine aufrecht zu erhaltende Motivation, die sich nicht nur aus sich selbst heraus einstellt, sondern auf entsprechende Rahmenbedingungen angewiesen ist. 

Das Problem: Schon beim letzten Vertragsabschluss vor zehn Jahren wurden verschiedene Unterhaltungsmaßnahmen als notwendig angesehen, die bis heute nur teilweise realisiert worden sind. Einige Einrichtungen verströmen den Charme vergangener Jahrzehnte, was nicht nur negativ gesehen werden muss, jedoch hier und da immer wieder den wachsamen TÜV auf den Plan ruft. Die Situation des Erhaltungs- und Modernisierungsrückstandes hat sich verschärft. 

Die zum Termin anwesenden Fraktionsmitglieder erhielten bei ihrem Besuch einen deutlichen Eindruck vom Modernisierungsbedarf. Dieser ist vom Verein auch durch eine lange Liste der erforderlichen Maßnahmen einschließlich deren Priorisierungen konkret dokumentiert worden. Obwohl man das Alleinstellungsmerkmal des Naturfreibades hat, so schläft auch die Konkurrenz der „normalen“ und der Eventbäder nicht. Beispielhaft hier nur einige der wichtigen Notwendigkeiten, um im Wettbewerb attraktiv wie bisher bleiben zu können: 

Die Sanitärmodernisierung, wenigstens eine zweite Warmwasserdusche, ein Ersatz des angebrochenen Dreimeterbrettes, zeitgemäß geräumige und zum Teil barrierefreie Umkleidekabinen, ein rutschfester Hallenboden, eine Wiederherstellung der Außenhecke (Borkenkäfer) und beschädigter Zaunabschnitte und so weiter. Wünschenswert in längerfristiger Perspektive sind natürlich ebenso der Ersatz für die mittlerweile schäbigen Kunststoffsitze im Imbissbereich, eine Neugestaltung der beliebten Sandstrandzone und nicht zuletzt unter Sicherheitsaspekten zur Badeüberwachung der Bau eines Stegs beziehungsweise einer Brücke am Ende des Nichtschwimmerbereichs. 

Allen Teilnehmern des Termins war oder wurde klar, dass die Umsetzung eines entscheidenden Teils des längerfristig angelegten Maßnahmenplans schon zum Vertragsabschluss eine grundlegende Bedingung für ein weiteres nachhaltiges ehrenamtliches Betreiben der Anlage darstellt. Natürlich sind die zur Verfügung stehenden städtischen Haushaltsmittel begrenzt. Für die SPD-Fraktion sagte deren stellvertretender Vorsitzender Michael Stötzel zu, sich insbesondere mithilfe ihrer anwesenden Bauausschussmitglieder dafür einzusetzen, dass von den noch nicht verplanten städtischen Mitteln zur baulichen Unterhaltung ein relevanter Teil für die Weiterführung des Freibadbetriebs eingesetzt wird. 

 

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