Stolpersteine für die Opfer

Gunter Demnig und Stadtarchivar Reinhard Gämlich verlegten die Stolpersteine.

Nach der Ausstellung zum Jubiläum "325 Jahre Stadtrechte", die mit 913 Besuchern ein großes Interesse gefunden hat, bietet auch die aktuelle Schau im Stadtmuseum in der Wilhelmsburg Einblicke in die Vergangenheit.

Unter dem Titel "Gedenkblatt-Sammlung für die Opfer des Nationalsozialismus in Siegen und Hilchenbach – Stolpersteine zur Erinnerung" wird diesmal allerdings das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte in den Blickpunkt gerückt. In Hilchenbach hat der Künstler und Initiator der Aktion Gunter Demnig aus Köln am 30. April 2008 mit Unterstützung durch Stadtarchivar Reinhard Gämlich zwölf Stolpersteine verlegt. Diese erinnern an Hilchenbacher Juden im Bürgersteigbereich Bruchstraße 14 (Hony), Gerbergasse 2 (Schäfer), Mühlenweg 25 (Holländer) und Unterzeche 1 (Stern). Finanziert haben die Verlegung die fünf im Rat der Stadt Hilchenbach vertretenen Parteien.

Das Aktive Museum Südwestfalen, Dokumentations- und Lernort für regionale Zeitgeschichte am Platz der Synagoge Siegen, hat für die Ausstellung die Biografien aller NS-Opfer recherchiert und aufgeschrieben, für die bisher ein Stolperstein in Siegen und Hilchenbach verlegt wurde. Die nun zu sehende Präsentation hat Museumsleiter Reinhard Gämlich durch Exponate aus dem Stadtarchiv Hilchenbach in der Wilhelmsburg bereichert.

Kostenlose Führungen dazu finden am 4. November um 15.30 Uhr mit Klaus Merklein, und am 18. November um 15.30 Uhr mit Traute Fries vom Aktiven Museum Südwestfalen statt. Die Ausstellung ist bis zum 2. Dezember zu sehen.

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