Brüder-Busch-Preis-Trägerin 2012 zu Gast in Hilchenbach

Verzaubernde Stimme

Sumi Hwang trug sich ins Goldene Buch der Stadt ein.

Gleich zwei Premieren hatte das Konzert mit der Philharmonie Südwestfalen den Zuhörern im voll besetzten Gebrüder-Busch-Theater zu bieten: Zum ersten Mal dirigierte Charles Olivieri-Munroe, der Chefdirigent der Philharmonie, sein Orchester bei einem Konzert des Gebrüder-Busch-Kreises in Hilchenbach. Zugleich war es das Antrittskonzert der Sopranistin Sumi Hwang (München/Südkorea), Preisträgerin des Brüder-Busch-Preises 2012.

Hilchenbach.

Der Preis ist angelehnt an den jährlich in München ausgetragenen Internationalen Musikwettbewerb der ARD und wird verliehen durch das Kuratorium Brüder-Busch-Preis (nur ein Finalist in München kann auch Preisträger des Brüder-Busch-Preises werden).

Eingeleitet wurde der Musikabend mit Mozarts Ouvertüre zur Oper „Don Giovanni“, kraftvoll und lebendig präsentiert von der Philharmonie Südwestfalen. Im Anschluss bezauberte die Sopranistin Sumi Hwang die Konzertbesucher mit zwei dramatischen Arien, „Ah perfido“ von Ludwig van Beethoven und „Ah lo previdi“ von Wolfgang A. Mozart. Damit nahm sie den Inhalt der späteren Laudatio zur Vergabe des Brüder-Busch-Preises schon vorweg, dass sie nicht nur durch ihre technische Perfektion, sondern auch und vor allem durch den weichen und warmen Klang ihrer Stimme überzeugen könne. Das Wichtigste aber war den „Juroren“ des Kuratoriums Brüder-Busch-Preis, Andrea und Wilhelm Müller, die Fähigkeit Sumi Hwangs, durch ihre Musik zu berühren.

„Keimzelle der Kultur im Siegerland“

Den krönenden sinfonischen Abschluss bildete Robert Schumanns Sinfonie Nr. 1, der „Frühlingssinfonie“, auch dies ein großes musikalisches Erlebnis, das die Zuhörer mit anhaltendem Applaus und Bravo-Rufen würdigten. Damit war auch der Chefdirigent Charles Olivieri-Munroe endgültig beim Gebrüder-Busch-Kreis angekommen, nach den Worten des Geschäftsführers Hartmut Kriems der „Keimzelle der Kultur im Siegerland“. Nach ihrem Auftritt erhielt die Preisträgerin des 33. Brüder-Busch-Preises, Sumi Hwang, ihre Urkunde von Bürgermeister Hans-Peter Hasenstab und trug sich in das Goldene Buch der Stadt Hilchenbach ein.

Sumi Hwang stammt aus Südkorea, hat an der Nationalen Universität Seoul Gesang studiert und dieses Studium in einem Aufbaustudium für Musiktheater und Konzertgesang in München fortgesetzt. Daneben besuchte sie Meisterkurse bei Dalton Baldwin und Lorraine Nubar in Frankreich. Konzert- und Bühnenerfahrung hat sie in Seoul sowie in einer Opernproduktion der Bayerischen Theaterakademie August Everding erwerben können. Die Fachwelt sagt der 26-Jährigen aufgrund ihres Leistungsstandes eine große künstlerische Zukunft voraus.

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