Gewitzte Mädchen und Prinzen mit Eselsohren

„Weltgeschichtentag" in Hilchenbach: Besucher ließen sich in andere Welten entführen

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Petra Griese erzählte Geschichten im Südsauerlandmuseum in Attendorn.

Hilchenbach. Verwunschene Schwanenfrauen, gewitzte Mädchen, Prinzen mit Eselsohren, verzauberte Königreiche, zu lange Namen, die einen in Schwierigkeiten bringen können, Ratten, die sich in Fledermäuse verwandeln, eingebildete Pfannkuchen und Kürbiskinder: Im Südsauerlandmuseum in Attendorn und in der Wilhelmsburg in Hilchenbach fand gestern zum ersten Mal in der Region der Weltgeschichtentag statt.

Die aus aller Herren Länder stammenden Erzählungen wurden mit Leib und Seele vorgetragen und schlugen die jungen und alten Zuhörer ganz in ihren Bann. 

Im Südsauerlandmuseum lauschten die Museumsbesucher in einem gemütlichen Ambiente den spannenden, humorvollen, rührenden, phantastischen und aus dem Leben gegriffenen Geschichten der Erzählerinnen Annemarie Oldenburg, Helga Bieber und Petra Griese. 

In der Wilhelmsburg in Hilchenbach ging es noch internationaler zu: Gocha Jejelava aus Georgien trug georgische Märchen vor, Rowyda Zayal las selbst verfasste Geschichten auf Arabisch vor, die Renate Hahn (aus dem Englischen) ins Deutsche übersetzte. Der iranische Schriftsteller Vahid Safarmohamadi sowie die Autoren Achim Hein und Günter Wirtz gaben ebenfalls eigene Geschichten zum Besten. Jutta Fischer und Katja Heinzelmann vervollständigenden die interkulturelle Geschichtensammlung mit Märchen aus aller Welt. 

Bei beiden Veranstaltungen sorgten zudem kurzweilige musikalische Zwischenspiele von Annemarie Oldenburg und Helga Bieber sowie von Friedhelm Nicklaus für kurzweilige Pausen. Abschließend bekamen die Gäste noch einen guten Rat mit auf den Weg: Geschichten wollen unbedingt weitererzählt werden. Denn der nächste Weltgeschichtentag kommt bestimmt – auch wieder nach Südwestfalen.

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