"Punktlandung" auf der Gynäkologie

1000. Geburt im DRK Krankenhaus Kirchen: Chefarzt holte eigene Enkelin auf die Welt

Die 1000. Geburt 2018 im DRK Krankenhaus Kirchen ist ausgerechnet die Enkelin von Dr. Bernd MIttag, Chefarzt der Gynäkologie (li.). Er half der kleinen Madita Réka am Dienstag auf die Welt: Foto: Gaby Wertebach

Kirchen. Es ist noch nicht lange her, da kam im DRK Krankenhaus in Kirchen das 1000. Kind zur Welt (wir berichteten). Jetzt gab es als „I-Tüpfelchen“ noch die 1000. Geburt. Und wenn es sich bei dem neuen Erdenbürger ausgerechnet um die Enkelin des Chefarztes der Gynäkologie handelt, dann kann man schon von einer regelrechten Punktlandung sprechen: So geschehen am 4. Dezember um 15.38 Uhr im DRK-Krankenhaus in Kirchen, wo Chefarzt Dr. Bernd Mittag der kleinen Madita Réka Kovács, seinem vierten Enkelkind, in einer schwierigen Geburt auf die Welt geholfen hat.

Den ungarischen Namen hat der 31-jährige Papa, Sandor Kovács, ausgesucht. Esther Mittag und er haben sich in Ungarn kennengelernt, wo die Tochter des Chefarztes Medizin studiert. Sie möchte sich allerdings für ein anderes Fachgebiet entscheiden als der Vater. Ihr Wunsch ist es, nachdem sie bereits eine Ausbildung zur Anästhesie-Krankenschwester absolviert hat, in der Unfallmedizin tätig zu sein, Anästhesistin oder Internistin zu werden.

Der kaufmännische Direktor Joachim Krekel gratulierte den stolzen Eltern und natürlich dem Großvater. Die 27-jährige und das Neugeborene haben alles gut überstanden, die Kleine erholt sich noch einen Tag auf der Säuglings-Intensivstation in der Obhut von Kinderarzt Dr. Salem El-Hamid und Schwester Ilona Mersch, darf dann aber zu Mama Esther ins Zimmer umziehen.

Papa Sandor war bei der Geburt dabei und ist einfach nur glücklich über das kleine Bündel (50cm Länge und ein Leichtgewicht von 3045g). Die Kleine wiederum interessiert der ganze Rummel um ihre Person herzlich wenig, sie schläft im Arm der Mama, und lässt sich von dem Aufgebot an Eindringlingen überhaupt nicht stören. „Opa Bernd“ ist total stolz und der Meinung, die Kleine komme auf jeden Fall nach seiner Großmutter väterlicherseits. Übrigens: Esther holte er auch schon höchstselbst auf die Welt.

Oma Petra Mittag hat auch schon alles für die Kleine vorbereitet: Sie bekommt einen eigens von ihr „restaurierten“ Kinderwagen aus dem Jahr 1977 – frisch poliert und neu bezogen. Für den standesgemäßen Transport der kleinen Prinzessin für die Zeit nach dem Krankenhaus ist also auch bestens gesorgt.

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