Verbandsgemeinderat Kirchen will ein Konzept erarbeiten

Eltern kämpfen für den Erhalt der Grundschule in Herkersdorf Offhausen

Das Thema „Grundschule in Herkersdorf/Offhausen“ wurde am Donnerstag in der Sitzung des VG-Rates besprochen.

Kirchen. Um einen Tagesordnungspunkt wurde die Verbandsgemeinde-Ratssitzung in Kirchen am Donnerstag erweitert. Ein Thema, das nicht nur den Eltern schulpflichtiger Kinder in Herkersdorf und Offhausen unter den Nägeln brennt, ist der Erhalt des Standortes.

Bereits am Montag hatte sich die Elternschaft in einem Zusammentreffen sehr eindringlich für den Erhalt der Grundschule Herkersdorf-Offhausen eingesetzt und dringenden Handlungsbedarf geäußert, was nicht nur bei den Kommunalpolitikern auf offene Ohren stieß.

„Wir sind auch bereits von anderen Schulbezirken kontaktiert worden, die wissen wollen, ob sich etwas ändert“, so VG-Bürgermeister Jens Stötzel.

CDU-Fraktionssprecher Michael Dützer bat darum, das Thema „Standort der Grundschule“ als zusätzlichen Tagesordnungspunkt aufzunehmen. „Hätten sie das nicht gemacht, wäre ich selbst tätig geworden“, so Stötzel, der auf Bitten Dützers noch einmal den Grundsatzbeschluss zum Erhalt des Standortes unter den veränderten Rahmenbedingungen, den Leitlinien des Landes, vorlas.

Daraus resultiert das eindeutig wichtigste Anliegen: dass der Rat beschließt, die Verwaltung solle eine Regelung schaffen, damit in den nächsten Jahren eine Mindestauslastung von zwölf einzuschulenden Kindern pro Jahr geschaffen werde.

Die Einhaltung der Schulbezirke werde in Richtung Hauptstandort großzügig, in Richtung Nebenstandort eng und formal gehandhabt, so die Eltern. Dies führe zu einem Anmeldeverhalten, das zum Nachteil des Standortes Herkersdorf/Offhausen wirke. Sie fordern deshalb unter anderem mehr Wahlfreiheit.

In einer gesonderten Sitzung soll über ein zu erarbeitendes Konzept abgestimmt werden, wie der Erhalt des Schulstandortes erreicht werden kann. Die Zeit drängt, der Termin ist bereits auf den 9. März festgelegt worden. Die Elterninitiative hat bereits ein Konzept erarbeitet und auch an Bürgermeister Jens Stötzel weitergegeben.

Angelika Buske meldete sich in ihrer Funktion als SPD-Fraktionssprecherin zu Wort und wies in ihrem Statement eindringlich darauf hin, dass gerade heute im Bereich der Bildung Kompetenz für den späteren Beruf und verantwortungsvolle Bürger geschaffen werde. Buske betonte, dass die SPD alles daran setzen werde, den Standort zu erhalten.

„Wo eine Schule ist, da wohnen gerne junge Eltern“, so Anna Neuhof von den Grünen. Sie betonte die gute Zusammenarbeit mit der benachbarten Kindertagesstätte und den Erhalt von Freundschaften durch gleichzeitigen Schulwechsel. „Wenn alle sich einig sind – die Verwaltungsspitze, die Elternschaft und alle Entscheidungsträger – dann sehe ich auch eine gute Chance, den Standort zu erhalten.“

Für Kurt Möller von den Grünen war der 9. März als genannter und beschlossener Termin für das Vorlegen eines Konzeptes etwas kurzfristig. Da widersetzte sich die Elterninitiative, die forderte, jetzt Nägel mit Köpfen zu machen und darin auch von Angelika Buske vehement unterstützt wurde: „Es muss doch möglich sein, innerhalb einer Woche einen Termin zu benennen und am 9. März einen Beschluss zu fassen“! Das zeigte Wirkung, denn der Antrag wurde vom Rat einstimmig beschlossen.

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