Kleider für die Kleinsten

Engagierte Mütter nähten für Frühchen im DRK-Krankenhaus

Anja Anderson überreichte die funktionale, aber auch schöne Frühchenkleidung jetzt im DRK-Krankenhaus an Dr. Salem El-Hamid, Carolin Utsch und Susanne Niehs.

Kirchen. Chefarzt Dr. Salem El-Hamid, Stationsschwester der P16, Susanne Niehs und Kinderkrankenschwester Carolin Utsch, nahmen jetzt eine ganz besondere Spende für die kleinsten Patienten am DRK-Krankenhaus Kirchen auf der Früh- und Neugeborenen-Intensivstation entgegen.

Anja Andersson aus Waldbröl überreichte dem Krankenhaus selbstgenähte wärmende Tücher, Baby-Hemdchen- und Hosen (Säuglingsgröße 50), Halstücher, Mützen, die speziell für den Einsatz auf einer Früh- und Neugeborenen-Station entwickelt wurden.

Diese Sachen sind nicht nur funktional, sondern vor allem auch sehr schön, freute sich Chefarzt Dr. Salem El-Hamid, verantwortlich für die Kinder- und Jugendmedizin am DRK Krankenhaus Kirchen.

Die Stationsschwester der Früh- und Neugeborenen-Intensivstation, Susanne Niehs, und die Kinderkrankenschwester Carolin Utsch nahmen die Sachen für ihre kleinsten Patienten am Haus entgegen und regten eine weitere Zusammenarbeit an: „Wir sind auf solche Spenden angewiesen und danken den beteiligten Damen für Ihr ehrenamtliches Engagement.“

Andersson erläuterte, dass sich die Gruppe aus Müttern, die gerne helfen möchten, zum Teil selbst frühgeborene Kinder entbunden haben, über Facebook kennengelernt habe.

Sie haben inzwischen die Facebookgruppe „Regenbogen-Wunder“ gebildet, die sich aus Mitgliedern aus ganz Deutschland zusammensetzt. „Wir haben uns erst vor rund einem halben Jahr gegründet und haben nähende Mütter aus Reichshof/Denklingen (Denise Wolf), Flensburg Jasmin Jacobsen), Bernau bei Berlin (Marion Neuhaus), Leipzig (Ulrike Heßberg), Landau (Verena Heupel) und Altenstadt (Julia Köhler).“ Die Gruppe hat inzwischensieben Frauen, die Stoffe aus Spenden zu Kinderkleidung und Accessoires nach eigenem Kredo zusammen näht und an Früh- und Neugeborenen-Stationen deutschlandweit spenden.

„Wir sind keine Experten, sondern Mütter, die sich das Nähen für den guten Zweck selbst beigebracht haben“, so Andersson weiter, „wir möchten einfach nur helfen.“ Die Frauen nähen nicht nur für „Frühchen“, sondern auch für „Sternenkinder“ (verstorbene Kinder) damit sie schöne wärmende Kleidung tragen können, wenn sie beigesetzt werden.

„Hierfür suchen wir Unterstützung beim Nähen, wie auch Spenden für Stoffe, oder Stoffspenden selbst.“ Interessenten/innen können sich bis dahin auch bei Facebook „Regenbogen-Wunder“ melden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.