„Wertvolle Zeit gewinnen“

Friesenhagener First-Responder-Einheit seit dieser Woche im Einsatz

Die First-Responder-Einheit der Friesenhagener Feuerwehr rückt seit dieser Woche zu allen Notfällen aus, bei denen auch der Rettungsdienst alarmiert wird. Verbandsgemeindebürgermeister Maik Köhler unterstützt die Arbeit der Feuerwehr und übergab jetzt 13 neue Einsatzjacken an die Gruppe. Auf dem Foto (v.l.n.r.): Horst Reimann (1. Beigeordnete Ortsgemeinde Friesenhagen), Konrad Dietershagen (stellv. Leiter First Responder), Steffen Kappes (stellv. Wehrleiter VG Feuerwehr Kirchen), Bürgermeister Maik Köhler, Ralf Rötter (Wehrleiter VG Feuerwehr Kirchen), Christoph Wickler (Leiter First Responder), Thomas Wickler (Wehrführer Feuerwehr Friesenhagen).

Friesenhagen. Alle Vorbereitungen sind abgeschlossen. Notfallrucksack, Beatmungstasche und Defibrillator sind auf dem Feuerwehrfahrzeug verlastet. Die Feuerwehr Friesenhagen wird ab sofort bei allen Notfällen, bei denen der Rettungsdienst alarmiert wird, ebenfalls zum jeweiligen Notfallort entsendet.

Die Gruppe der sogenannten „First-Responder“ besteht aus insgesamt 13 Feuerwehrmännern, die im vergangenen Jahr eine Ausbildung zum Sanitäter absolviert haben. Unter ihnen sind neben zwei Notfallsanitätern auch ein Intensivpfleger. Die Leitung der Gruppe übernehmen Christoph Wickler und Konrad Dietershagen. „Ein großes Dankeschön geht unsererseits an die Verbandsgemeinde Kirchen/Sieg, für die Unterstützung beim Aufbau der Gruppe, die den materiellen und finanziellen Part und auch die Trägerschaft übernommen hat“, so Wickler.

Dem DRK Kreisverband Altenkirchen oblag die Durchführung der Ausbildung. „Hier haben wir ganz bewusst den Kontakt gesucht und wurden vom DRK durch die Ausbildung bestens auf unsere Aufgaben vorbereitet “, lobte Konrad Dietershagen. „Auch hier nochmal ein herzliches Dankeschön an Jörg Sohler, der die praktische Ausführung der Ausbildung, sowie Jörg Gerharz, der die Ausbildungsleitung übernahm“, so Wickler weiter.

Sollte es im Wildenburger Land zu Notfällen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder ähnlichen Notfällen, die den Einsatz eines Rettungswagens erforderlich machen, kommen, so können die Mitbürger wie bisher über die 112 den Notarzt oder Rettungsdienst alarmieren. In Zukunft werden dann auch die Friesenhagener Wehrmänner automatisch mit alarmiert, die dann die medizinische Erstversorgung bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes übernehmen.

„Wir sind absolut nicht als „Ersatz“ für den Rettungsdienst zu sehen, sondern eher als Zeitoptimierung zu verstehen, um einem Notfallpatienten so schnell wie möglich im Rahmen der Ersten Hilfe zu versorgen. Gerade bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Minute und da können wir durch unsere Ausbildung und Ausrüstung für den Patienten wertvolle Zeit gewinnen“, sind sich die Wehrmänner sicher.

Verbandsgemeindebürgermeister Maik Köhler unterstützt wie auch sein Amtsvorgänger die Arbeit der Friesenhagener Feuerwehr. „Die Weitläufigkeit des Wildenburger Landes mit ihren vielen Einzelgehöften macht die Etablierung eines solchen Systems mehr als sinnvoll. Dabei ist die Vorhaltung einer solchen Einheit absolut keine Pflicht der Verbandsgemeinde oder der örtlichen Feuerwehr. Es handelt sich um eine rein freiwillige ‘Zusatzleistung’ von Verbandsgemeinde und Feuerwehr, die wir sehr gerne unterstützen“, sagte Köhler.

Maik Köhler gratulierte dem Leiter der Gruppe, Christoph Wickler, und seinem Stellvertreter Konrad Dietershagen und übergab im Namen der Verbandsgemeinde 13 neue Einsatzjacken für die Gruppe.

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