DRK Krankenhaus in Kirchen: "Keine Übernahme" -  Gespräche mit Siegener Kliniken zwecks Kooperation

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Bezüglich des Kirchener Krankenhauses will die DRK-Trägerschaft Süd-West weiterhin Gespräche mit Siegener Kliniken führen.

Kirchen – „Die DRK Trägergesellschaft Süd-West, zu der auch das DRK Krankenhaus in Kirchen gehört, möchte die Gespräche mit anderen Siegener Kliniken fortsetzen, auch wenn das Kirchener Haus in den letzten Wochen und Monaten ausgezeichnet personell verstärkt werden konnte“, gibt der Träger in einer Mitteilung bekannt.

Bereits im Sommer hatte Geschäftsführer Bernd Decker angekündigt, mit den großen Kliniken im Nachbarkreis kooperieren zu wollen. Eine Übernahme stehe aber derzeit nicht zur Debatte.

„Mit Steffen Sander haben wir einen neuen Chefarzt für die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie und mit Dr. Marius Passon einen neuen Chefarzt für die Gefäßchirurgie verpflichtet. Darüber hinaus wurde der allseits geschätzte Mohammed Fawaz Akila, seit einigen Jahren am Kirchener Haus tätig, zum neuen Chefarzt der Akutgeriatrie ernannt“, so Decker. „Durch diese gute Behandlungs- und Beratungsqualität, die wir mit den neuen und den vorhandenen Ärzten bieten können, sehen wir der Zukunft gelassener entgegen. Die neuen Mitarbeiter im ärztlichen und pflegerischen Bereich ergänzen vorzüglich die vorhandenen Teams“, fasst Bernd Decker den aktuellen Stand zusammen. Nichtsdestotrotz wollen Bernd Decker und der Kaufmännische Direktor, Nicki Billig, weiter mit den Siegener Häusern sprechen, um Möglichkeiten und Chancen von Kooperationen auszuloten und das Haus für die Zukunft noch besser aufzustellen. „Ganz deutlich: Wir sprechen nicht über eine Übernahme – das ist für uns zurzeit kein gangbarer Weg. Wir sprechen über eine für beide Seiten sinnvolle Zusammenarbeit“, betont der Geschäftsführer.

„Die Gespräche mit den benachbarten Krankenhäusern laufen ja schon eine ganze Weile“, erläutert Decker. „Insbesondere der Austausch mit dem Kreisklinikum, dem St. Marien-Krankenhaus und der Kinderklinik („Siegener Krankenhausallianz“) zeigt Anhaltspunkte, die wir im Laufe des nächsten Jahres inhaltlich prüfen und konkretisieren werden. Auch mit dem Diakonie Klinikum sei man in Kontakt, heißt es auf Nachfrage. 

Außerdem stand in den vergangenen Wochen auch der Verkauf des Geländes, auf dem sich bisher die alte Heizzentrale und Mitarbeiter-Parkplätze des DRK Krankenhauses Kirchen befinden, an die Stadt Kirchen zur Diskussion.

Die Stadt wollte dort durch einen Investor ein Gebäude mit vier Ebenen errichten lassen, in dem eine ambulant betreute Wohngruppe und Wohnungen zur Vermietung untergebracht werden sollten. Anschließend sollte es vermietet bzw. verkauft werden, heißt es in einer Sitzungsvorlage des Kreistags. Das Gelände gehört dem Kreis, wird aber vom Krankenhaus genutzt. In seiner jüngsten Sitzung hatte die Mehrheit im Kreistag allerdings gegen den Verkauf an die Stadt Kirchen gestimmt.

„Für das besagte Grundstück sehen wir auch mittelfristig keinen eigenen Bedarf. Wir gehen aber davon aus, dass weiterhin 90 Parkplätze für unsere Mitarbeiter zur Verfügung stehen. Als Erweiterungsfläche für das Krankenhaus jedenfalls wird das besagte Grundstück nicht benötigt, da noch verwertbare Flächen direkt am Krankenhaus verfügbar sind. Dass die Stadt den Bereich für die Förderung sozialer Zwecke nutzen möchte, können wir als eine Einrichtung unter dem Dach des DRK nur befürworten“, so Bernd Decker.

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