„Impulse für die Region“

Männerarbeit aus dem Kirchenkreis Altenkirchen erhielt Ehrenamtspreis

Die Delegation aus dem Kreisgebiet bei der PÜbergabe des Ehrenamtspreises. 1. Reihe von links nach rechts: Jury-Mitglied Manfred Lehnert, Synodalälteste Ute König (Betzdorf), Präses Manfred Rekowski, Thorsten Bienemann (Daaden), Dieter Buchner (Niederdreisbach), Laudator und Jury-Mitglied Jürgen Knabe; 2. Reihe von links nach rechts: Wolf-Udo Horn (Betzdorf), Zaker Rahimi (Kirchen), Bernd Seeger (Kirchen), Dieter Huft (Niederfischbach).

Köln/Kreisgebiet. Große Freude beim Festgottesdienst in der Kölner Kartäuserkirche, als Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, den Gewinnerinnen und Gewinnern des Ehrenamtspreises 2018 ihre Urkunden überreicht. Stellvertretend für den Kirchenkreis nahm der Kreissynodalbeauftragte für die Männerarbeit, Thorsten Bienemann aus Daaden, die Auszeichnung entgegen und reichte sie gleich an die mitgereisten Männer weiter. Denn aus dem Kreis Altenkirchen war eine große Delegation angereist, mit Vertretern aus Kreissynodalvorstand, Kirchengemeinden, Aktiven der Männerarbeit und deren Familien.

Der mit je 1000 Euro dotierte Preis ging an die Männerarbeit im Kirchenkreis Altenkirchen, an den Ambulanten Hospizdienst für die Innenstadt Köln der Evangelischen Gemeinde Köln und an das Projekt „95 Thesen für eine andere Welt“ der Evangelischen Jugend an Nahe und Glan. „Berufliche Mitarbeit in der Kirche hat in besonderer Weise dem Ehrenamt zu dienen: Gaben aufzuspüren, zu würdigen, zu fördern, einzusetzen, zu koordinieren, zu unterstützen, zu entfalten, ihnen Raum zu geben, sie groß zu machen, wachsen zu lassen“, sagte Präses Rekowski. Um diese Sichtweise zu fördern, habe die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland den Ehrenamtspreis eingesetzt. Die aktuelle Auflage des Preises stand unter dem biblischen Leitwort „Denn wir sind Gottes Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“. Der Fokus lag auf Projekten, in denen ehrenamtlich Mitarbeitende befähigt werden, eigenständig Dienste in der Gemeinde zu übernehmen, auf explizit multiplikatorisch ausgerichteten Projekten, sowie auf solchen, die zur Vermittlung des Glaubens beitragen und Menschen darin bestärken, Verantwortung in Kirche und Gesellschaft zu übernehmen.

Superintendent Jürgen Knabe über die Männerarbeit im Kirchenkreis Altenkirchen: „Wie kann man in unserer heutigen Zeit Männer für Fragen des Glaubens interessieren? Wie kann man die Vernetzung von Kirche und Gesellschaft praktisch leben? Die Männerarbeit im Kirchenkreis Altenkirchen hat auf diese Fragen eine überzeugende Antwort gefunden. (…) Die Männerarbeit geschieht generationenübergreifend. Väter, Söhne und Großväter machen sich auf den Weg zu gemeinsamen Ausflügen, Wandertouren, Kanufahrten und Pilgerreisen. Sie findet statt mitten im Leben der Männer und in ihren Familien, Berufen, Städten und Dörfern. Die Veranstaltungen dienen dazu, sich mit den eigenen Glaubensgrundlagen auseinanderzusetzen und sich für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung einzusetzen.“ Und weiter: Das Wirken der Männerarbeit im Kirchenkreis Altenkirchen ist modellhaft, denn es führt zu einem lebendigen Austausch und zu einer lebendigen Vernetzung von Kirche und Gesellschaft.“

Und vernetzt ist die heimische Männerarbeit. Das sieht auch Nicole Ganss so, die Referentin für Personal und Personalentwicklung aus dem Landeskirchenamt: „Herr Bienemann hat großartige Impulse für die Region geleistet und ein Netzwerk angeschoben, wie es in der EKiR seinesgleichen sucht.“

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