"Die spinnen, die Römer"

SOLA-Kinder erleben in Elkhausen Abenteuer mit Asterix, Obelix und Co.

+

Elkhausen. Wer kennt sie nicht, die faszinierenden Geschichten von Asterix und Obelix, die nicht nur Kinderaugen zum Leuchten gebracht haben. Kein Wunder, dass sich das SOLA, das Kinder-Sommerlager der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde in Kirchen, beim ersten Zeltlager 1999 die beiden Helden als Thema genommen hatte. Anlässlich des 20. Zeltlagers waren der beleibte Obelix (Timna Weiß) und der pfiffige Asterix (Tobi Mauden) nun zurück im SOLA.

Gemeinsam mit Miraculix (Jessica Janzen), dem so herrlich falsch singenden Troubadix (Patrick Stöter), Majestix (Tobi Klein) und dem geheimnisvollen Seher (Raimund Schüler), erobern sie gemeinsam mit 130 Kindern im Alter von 9 bis 13 Jahren und 70 Betreuern noch bis zum Samstag die gällische Wiese oberhalb von Elkhausen.

Jedes Jahr sind die Plätze schon zeitig vergeben, schließlich ist das SOLA schon lange kein Geheimtipp mehr. Das liegt an den zahlreichen Aktivitäten und Abenteuern, die die Kinder erleben und die immer mit einem Thema verknüpft sind. Ob „Afrika“, „Big Ben“, „Agenten“ oder wie in diesem Jahr „Asterix und Obelix“, all das ist immer wieder Garant für spannende Tage. In diesem Sommer hat der Seher das Zeltlager ganz schön durcheinander gebracht. „Das ist eine linke Bazille“, erzählt Andrea Weiß vom Leitungsteam lachend. Habe er doch den Kindern so allerlei versprochen, wenn sie ihm helfen, das Rezept des legendären Zaubertranks des Druiden Miraculix herauszufinden.

In Abwesenheit von Asterix, Obelix und Miraculix , die auf einem Druidenkongress weilten, sollten die Kinder seltene Kräuter auf einer Wiese des Hofs Dietershagen für den Seher pflücken. Die Kinder glaubten den Versprechen, übernachteten sogar auf der Wiese des Hofs unter Zeltplanen – und wurden bitter enttäuscht. Der Seher hält seine Versprechen nicht: Die Busse, mit denen sie als Belohnung ins Hachenburger Freibad gefahren werden sollten, kamen nicht.

Aufregung dann in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag: Das Lager wird überfallen. Getreu dem bekannten Spruch „Die spinnen, die Römer“, konnten Asterix und Obelix, die mittlerweile zurück waren, Schlimmes verhindern und der Freibadbesuch klappte natürlich auch noch.

Andrea Weiß war schon beim ersten SOLA mit dabei. Damals war sie schwanger mit Tochter Timna, die in diesem Jahr den Obelix mimt. Auch die fünf Kinder von Elke Barth sind gemeinsam mit der Mutter, die zum Küchenteam gehört, schon lange SOLA-infiziert und außer der 11-jährigen Tochter helfen mittlerweile alle schon mit.

Alles, was die Kinder am Tag erleben, wird am Abend in einer kleinen Andacht besprochen. „Wir vermitteln nicht nur Gemeinschaft, auch Vertrauen und sogar Enttäuschung gehören dazu“, so Sabine Knie, die gemeinsam mit Tobi Klein die Lagerleitung innehat.

Die Küchenleitung hat Daniela Bredenbeck. Sie und ihre zehn Helfer wissen genau, was Kindern schmeckt. Insgesamt werden unter anderem 42 Kilo Kroketten und 160 Kilo Fleisch im SOLA benötigt, wobei auch Rücksicht auf alle möglichen Allergien und auch auf Vegetarier genommen wird. „Für die 450 Liter Milch, die wir hier brauchen, da würde es sich lohnen die Kuh vom Bauern Höfer auf die SOLA-Wiese zu stellen“, so Andrea Weiß scherzend. Um all die hungrigen Mägen zu füllen, wanderten am Mittwoch 27 Kilo Gulasch in die großen Töpfe, um anschließend mit Schupfnudeln und Tomatensalat für größte Begeisterung zu sorgen. Das am Abend servierte XXXL-Baquette hatte die stolze Länge von 30 Metern und dürfte damit für einen kulinarischen SOLA-Rekord im Jubiläumsjahr gesorgt haben.

Hier geht's zur Bildergalerie

SOLA in Elkhausen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare