Einsame Protestlerin an der Hagener Straße 

In Eichen mussten 30 Ahorn-Bäume der geplanten Schwerlastroute weichen 

Die Kredenbacherin Luise Flender stand mit ihrem Transparent allein auf weiter Flur. Obwohl das Fäll-Vorhaben im Vorfeld für Ärger in der Öffentlichkeit gesorgt hatte, blieb sie am Montag die einzige Protestlerin. 

Eichen. Einsam und verlassen stand am Montagmorgen (4. Februar) um 8 Uhr die Kredenbacherin Luise Flender vor einem dicken Ahorn in Eichen  - einer von insgesamt 30, die an diesem Tag der Motorsäge zum Opfer fallen sollten.

Die Aktivistin mit ihrem Banner, auf dem  „Mord am Bäumen mordet Zukunft“ geschrieben stand, hatte gehofft, dass noch mehr Demonstranten den Weg nach Eichen gefunden hätten, schließlich hatte es um die geplante Fällung im Vorfeld genügend Diskussionen gegeben.

Eberhard Zimmerschied, Abteilungsleiter Betrieb und Verkehr beim Landesbetrieb Straßenbau, hatte sich noch freundlich mit Flender unterhalten, doch dann rückte schon die Polizei an, um ihr einen Platzverweis zu erteilen, damit sie bei den Arbeiten nicht gefährdet werde und die Arbeiten zügig vorangehen konnten. 

Die Fällaktion an der Hagener Straße war nötig, um den Ausbau der Straße einzuleiten. Die B 517 ab Krombach soll als Schwerlastroute dienen, um den Produktionsstandort Siegerland ans Autobahnnetz anzubinden: Ab Krombacher Heck kann der Schwerlastverkehr auf die  A 4 und weiter zur A 45 fahren. 

Schon in den vergangenen beiden Jahren war die Littfebrücke in Eichen erneuert worden. Im Zuge der nun folgenden Arbeiten kommt auf beiden Seiten ein Gehweg sowie in Fahrtrichtung Kreuztal ein Radweg hinzu.  

Die gefällten Bäume wurden im Anschluss per Schredder zerkleinert.  Die Fällarbeiten fanden unter größtenteils halbseitiger Straensperrung statt und nahmen etwa fünf Stunden in Anspruch. 

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