Ostheldener Feuerwehr schuf dem Neuen erstmal Platz

Jetzt ist das Löschfahrzeug ganz offiziell zu Hause 

+
Die Löschgruppe Osthelden vor dem Star des Abends: ihrem hochmodernen neuen Löschfahrzeug LF/10.

Osthelden. Bekränzt stand der 260.000-Euro-Neuerwerb im Regen – und im Mittelpunkt der allgemeinen Aufmerksamkeit. Das Ostheldener Löschgruppenfahrzeug war zwar bereits im Mai von einer Abordnung in Giengen abgeholt worden, doch am Freitagabend bereiteten ihm die Kameradinnen und Kameraden der örtlichen Löschgruppe zusammen mit vielen Freunden und Gästen den gebührenden offiziellen Empfang.

„Es hätte früher hier sein sollen, aber dafür war das Haus zu klein“, witzelte Bürgermeister Kiß bei der Übergabe. In der Tat: Der Auftrag war bereits im März des vergangenen Jahres erteilt worden, doch für das LF/10, ein 13-Tonnen-Allradfahrzeug mit 250 PS und 1200-Liter-Tank, musste die Löschgruppe erst einmal kräftig anpacken. In viel Eigenleistung vergrößerte sie die Garage, und da man das Werkzeug schon mal in der Hand hatte, passte sie das Domizil auch gleich für die beiden Ostheldener Feuerwehr-Frauen mit an. Kein Wunder also, dass die Freude bei der 20 Mann/Frau-starken Truppe am Freitagabend groß war.

An sie und an die beteiligten Firmen richtete Wehrführer Berthold Braun daher in erster Linie seinen Dank, vor allem aber zeigt er sich erfreut, dass nun alle Einheiten in Gruppenstärke ausrücken können. Kreisbrandmeister Bernd Schneider unterstrich die Bedeutung der Planungssicherheit dank eines gut eingehaltenen Brandschutzbedarfsplans, wie es hier der Fall sei. Dies komme natürlich auch den Bürgerinnen und Bürgern zugute: „Es ist doch ein Stück von Fellinghausen bis nach Osthelden. Der Ersteinsatz ist aber einer der wichtigsten, dafür braucht man so ein Fahrzeug.“

Das verfügt neben den neun Sitzplätzen und diversen technischen Einrichtungen zur Brandbekämpfung über einen Pneumatik-Lichtmast mit vier LED-Scheinwerfern, eine Rückfahrkamera und einen Stromerzeuger – und selbstverständlich über Martinshorn und Blaulicht: am Freitagabend war dies für die Feuerwehrkameraden aus ganz Kreuztal, für die Mitglieder der Fraktionen und der Verwaltung und Freunde aus den Ortsvereinen das Signal, sich nach dem kleinen offiziellen Teil dem Löschen des Durstes zu widmen.

Übrigens wurde der Vorgänger des LF/10 nicht etwa in Rente geschickt: Er dient jetzt der Jugendfeuerwehr zur Ausbildung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare