Die Karawane zieht weiter 

Stoppok, Wolf Maahn, Max Mutzke und mehr: KreuztalKultur stellt das Programm der neuen Spielzeit vor 

Stoppok & Band kommen am 15. März in den Eichener Hamer, präsentiert vom Kurier. 

Kreuztal. Im vergangenen Jahr ziemlich genau um diese Zeit gingen die schönen Künste in Kreuztal erstmals auf Tour, dem anstehenden Stadthallenumbau geschuldet. „Die Kulturkarawane hat sich in Bewegung gesetzt“, lächelte Holger Glasmachers. In Bewegung bleiben wird sie auch in der Spielzeit 2019/20. Und das ist immerhin schon die 30. – „das hätten wir uns so nicht erträumt, aber es wird auch die 50. noch geben“, daran ließ der Kulturamtsleiter bei der Programmvorstellung keinen Zweifel.

Was nun die Stadthalle betrifft: Dass der Bauzeitplan noch nicht steht, also zum jetzigen Zeitpunkt unklar ist, wann es los- bzw. weitergeht, geschweige denn fertig wird, ist der an die Fördermittel geknüpften europaweiten Ausschreibung geschuldet. Also haben Kreuztals Kulturschaffende sich erneut „kopfüber ins Abenteuer gestürzt“, so Glasmachers. Von den Betreibern aller zwölf Spielorte sei man „ganz, ganz herzlich empfangen worden“. 

Darunter auch wieder der Eichener Hamer als größte Spielstätte, in dem erstmals Stehplatzvorstellungen stattfinden können (was aus Sicherheitsgründen in der Stadthalle nicht ging). 500 Leute passen hier herein – 300 ebenerdig und auch für die Empore sind Tickets erhältlich, wenn hier am 31. Oktober die Red Hot Chili Pipers auftreten, am 15. März 2020 Stoppok & Band (übrigens präsentiert vom Kurier) und am 18. April Max Mutzke & monoPunk. 

Die „Macher“ von KreuztalKultur und ihre langjährigen Partner und Unterstützer. 

Auch die Krombacher Erlebniswelt ist ein neuer/alter Spielort; die bisherigen Veranstaltungen seien sehr gut angenommen worden, versicherte Peter Lemm, Pressesprecher der Brauerei. Ebenfalls ganz begeistert von den neuen Spiel-Plätzen war Wolfgang Keller, dessen gleichnamiges Autohaus die Werkstatt für eine Kunst-gegen-Bares-Veranstaltung geöffnet hatte: „Aus Not und Ungewissheit wurde eine Tugend gemacht – man kann nur gratulieren!“ 

Ein Sabbatjahr kam nie in Frage 

11.121 Zuschauer kamen in der vergangenen Spielzeit nach Kreuztal, das waren 3500 weniger als im Jahr davor. Ohne Stadthalle seien die Kapazitäten eben geringer, sagte dazu Holger Glasmachers. Ein „Sabbatjahr“ aber sei nie in Frage gekommen, denn dann könne es passieren, dass man ganz schnell weg vom Fenster sei. Pro Spielort ließen sich rund 360 Zuschauer blicken, „das ist für uns sehr, sehr zufriedenstellend!“, zumal: „Uns war vorher ein bisschen mulmig!“ Letztlich aber habe es viel Anerkennung vom Publikum gegeben, wenn freilich auch nicht ausschließlich. „Die Besucher lernen spannende Veranstaltungsorte kennen!“, zeigte sich Kulturausschussvorsitzender Jochen Schreiber überzeugt. 

Im neuen Programmheft stecken 39 Veranstaltungen, davon 36 eigene und drei in Zusammenarbeit mit örtlichen Vereinen. 22 Künstler bzw. Gruppen sind erstmals dabei. Und auch gleich ein neues Genre, wie sich Jochen Schreiber freute, nämlich Lesungen, drei an der Zahl: Am 28. September stehen Mariele Millowitsch und Walter Sittler nach 15 Jahren wieder gemeinsam auf der Bühne (Eichener Hamer) und tragen aus „Alte Liebe“ vor. Herbert Knorr und Marie-Luise Marjan präsentieren am 1. Dezember „Pumpernickelblut“ (Weiße Villa), und ein Verwandter des genialen Humoristen, der Schauspieler Johann von Bülow, liest „Loriot – Der ganz offene Brief“ am 22. März (Erlebnisbrauerei). 

Der Siegerlandkurier präsentiert

Aus dem Gebinde von Comedy, Kabarett, Xpeditionen und (Vokal-)Konzerten präsentiert der Siegerlandkurier Wolf Maahn (29. September, Eichener Hamer), Alexa Rodrian (10. Oktober, Weiße Villa), die Teddybärenkonzerte mit der Philharmonie Südwestfalen (3. November und 8. März in der Kreuzkirche), Purple Schulz (8. November, Weiße Villa), das Rudelsingen (13. Dezember, Eichener Hamer), die Comedy-Wissenschafts-Show für die ganze Familie mit Konrad Stöckel (2. Februar, Gebrüder-Busch-Theater), Starbugs Comedy (7. März, Eichener Hamer), und die Multivisions-Schauen „xpeditionen@kreuztal“. Ein „Auswärtsspiel“ wird es ebenfalls geben, machte Holger Glasmachers auf einen auch aus persönlicher Sicht besonderen Höhepunkt aufmerksam: Pee Wee Elis feat. China Moses and Ian Shaw am 13. Dezember im Siegener Lÿz in Zusammenarbeit mit dem JazzClub Oase. 

Neuer Internetauftritt 

Das komplette Programm gibt es wie immer in einem 67-seitigen Heft oder auf www.kreuztal-kultur.de. Apropos „www“: Die Internetseite von KreuztalKultur wird als erste aller städtischen Websites entrümpelt und geht mit neuem Erscheinungsbild am Montag, 20. Mai (gleichzeitig mit Vorverkaufsbeginn also) an den Start. „Das ist nicht mehr das digitale Pendant zur Bleiwüste“, versprach Alexander Kiß. Luftiger, leichter und mit mehr Bildern versehen, dazu Serviceleistungen wie ein direkter Klick zu den Spielorten inklusive Karte und weitere Gimmicks sollen den Auftritt von KreuztalKultur deutlich benutzerfreundlicher machen.

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