„Barrieren abbauen- Teilhabe ermöglichen“

INVEMA e.V. stellt Veranstaltern kreisweit Hilfsmittel zur Verfügung

Rollstuhl und Rampen, aber auch ein Brailledrucker, Hilfen für schwerhörige Menschen und solche mit Sehschwäche stellt INVEMA ab sofort kreisweit zur Verfügung. 

Kreuztal. Seit knapp zwei Jahren setzt sich der in Kreuztal ansässige Inklusionsverein INVEMA  mit Unterstützung des Kreises im Rahmen des Projekts  „Barrieren abbauen- Teilhabe ermöglichen“ dafür ein, im Freizeit-, Kultur- und Sportbereich Menschen mit Beeinträchtigungen Teilhabe zu ermöglichen.

Das geschieht unter anderem durch die Beratung der Akteure im Hinblick auf die barrierefreie Planung und Durchführung von Veranstaltungen, die Bereitstellung notwendiger Assistenz, die Unterstützung mit Hilfe diverser Arbeitshilfen und Fortbildungsveranstaltungen oder die „Begehung von Veranstaltungsstätten“, um Barrieren ausfindig zu machen und Wege zu deren Beseitigung zu finden. 

Ein Ziel des Projektes von Anfang an war es auch, einen kreisweiten Hilfsmittelpool aufzubauen um Veranstaltern mit der Ausleihe von Hilfsmitteln dabei zu helfen, weitestgehend barrierefreie Veranstaltungen durchzuführen. Geschäftsführer Stephan Lück: „Da das Projekt auf drei Jahre befristet ist, war es uns von Anfang an wichtig, Rahmenbedingungen und Unterstützungsangebote zu schaffen, die über das Projektende hinaus nachhaltig die Planung und Durchführung barrierefreier Veranstaltungen ermöglichen! Der Hilfsmittelpool ist ein wichtiger Beitrag dazu.“ 

Durch die Anschaffung einer sogenannten FM-(Schwerhörigen-)Anlage und einer elektronischen Vergrößerungslupe mit Vorlesefunktion konnte – unter anderem auch mit Unterstützung der Aktion Mensch – der von INVEMA initiierte Hilfsmittelpool nun in diesen Tagen fertiggestellt werden. Eine FM-Anlage ist eine drahtlose Signalübertragungsanlage, die Menschen mit einer Hörbeeinträchtigung ermöglicht, an Veranstaltungen teilzunehmen. Die elektronische Leselupe ermöglicht es sehbehinderten Menschen, Informationen, Programme und Flyer einer Veranstaltung zu lesen. Darüber hinaus können blinde Menschen mit Hilfe der Leselupe auch Texte einscannen und laut oder über Kopfhörer vorlesen lassen. 

Der Hilfsmittelpool umfasst unter anderem weiterhin einige transportable höhenverstellbare Rampen zur Überwindung kleinerer Höhenunterschiede oder Treppenstufen, ein Scalamobil, mit dessen Hilfe Rollstuhlfahrer auch lange Treppen „hochfahren können“, diverse Selbsterfahrungsmittel, Rollstühle und Rollatoren. Darüber hinaus beinhaltet der Hilfsmittelpool auch einen Brailledrucker, der dazu genutzt werden kann, Veranstaltungsflyer oder -informationen schon im Vorfeld einer Veranstaltung in Blindenschrift auszudrucken. Arbeitshilfen, Informationen zur barrierefreien Planung und Gestaltung von Veranstaltungen und diverse Hinweisschilder runden die Angebotspallette des Hilfsmittelpools ab. 

Jonas Schäfer, Leiter des Projektes „Barrieren abbauen- Teilhabe ermöglichen“ ruft Veranstalter dazu auf, das unkomplizierte und nahezu kostenfreie Angebot zu nutzen: „Die Ausleihe der Hilfsmittel zur Teilhabe von Menschen unterschiedlicher Beeinträchtigungen bietet den Veranstaltern insbesondere auch durch den Verleih der Hilfsmittel in einem eigens dafür angeschafften Anhänger die Möglichkeit, ohne großen Aufwand ein inklusives Veranstaltungsangebot für Menschen mit und ohne Behinderung zu kreieren.“ 

Veranstalter können sich bei den Projektmitarbeitern telefonisch oder per Mail melden, um sich beraten zu lassen oder Hilfsmittel auszuleihen (Ansprechpartner: Jonas Schäfer, Mail: j.schaefer@invema-ev.de, Tel. 02732-55290-23 oder mobil 0176-43260325).

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