„Vorbildlicher Zusammenhalt“

Brigitte Merzhäuser aus Mudersbach erhielt Landesverdienstorden von Malu Dreyer

Brigitte Merzhäuser (2.v.l.) wurde jetzt von Ministerpräsidentin Malu Dreyer (4.v.l.) im Beisein von Mudersbachs Ortsbürgermeister Maik Köhler (l.), Klaus Schneider (3.v.l.), Beigeordneter des Kreises Altenkirchen, und Jens Stötzel (r.), Bürgermeister der VG-Kirchen, in Mainz mit dem Landesverdienstorden ausgezeichnet. Foto: Staatskanzlei RLP/ Sämmer

Mainz/Mudersbach. „Gerade in Zeiten, in denen wir als Gesellschaft vor neuen Herausforderungen stehen, stimmt es mich äußerst zuversichtlich, dass es so viele Menschen gibt, die Verantwortung für das Gemeinwohl übernehmen. Dafür danke ich den heute Geehrten von Herzen“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei der 36. Verleihung des Landesverdienstordens. Auch Brigitte Merzhäuser aus Mudersbach nahm die Auszeichnung des Landes entgegen.

Brigitte Merzhäuser engagiert sich seit über 30 Jahren ehrenamtlich in verschiedenen Gremien des Malteser Hilfsdienstes. 1983 gründete sie die Malteser Gliederung in Betzdorf, wurde 1993 zur stellvertretenden Diözesanoberin, 1996 zur stellvertretenden Diözesanleiterin und 1997 zur Diözesanoberin berufen.

Seit 2001 ist sie außerdem Stadtbeauftragte in Betzdorf. Sie vertritt den Malteser Hilfsdienst in den Gremien des Caritasverbandes und im Diözesankatholikenrat, ist Mitglied im Caritasrat und langjährige stellvertretende Vorsitzende des Diözesancaritasverbandes.

Sie hat beim Aufbau von 72 Gliederungen der Malteser im Bistum Trier mitgewirkt, zahlreiche Helfer für den Malteserdienst gewonnen und angeleitet. Sie lebt das Malteserproprium „Bezeugung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen“ vor allem durch ihr Engagement im sozialen Ehrenamt, so zum Beispiel in den 27 Besuchs- und Begleitdiensten der Diözese Trier und der sozialpflegerischen Ausbildung. Auch der Hospizdienst konnte in diesem Zeitraum ausgeweitet und ein einjähriger Kurs für die Altenpflegehilfe gestartet werden. Darüber hinaus übernimmt sie eine Leitungsfunktion bei den Wallfahrten von Menschen mit Behinderung nach Rom.

„Alle Ordensträger und -trägerinnen sowie ihr Werk haben einen großen Anteil daran, dass unser Land so lebens- und liebenswert ist, wie wir es kennen“, betonte Dreyer bei der Feierstunde. Der Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz wird seit 1982 vergeben, um das außergewöhnliche Engagement und die hohen Verdienste Einzelner für das Gemeinwohl zu ehren und ist die höchste Form der Anerkennung, die seitens des Landes ausgesprochen wird.

„Was Menschen alles schaffen können, wenn sie zusammen halten und gemeinsam hart an einem Ziel arbeiten, das haben die Rheinland-Pfälzer und Rheinland-Pfälzerinnen in den letzten 70 Jahren bewiesen.“ So alt sei das Land in diesem Jahr geworden. Die positive Entwicklung, die das Land durchlaufen habe, sei neben den Reformen der letzten Jahrzehnte vor allem den Bürgern und Bürgerinnen zu verdanken. „Sie haben tüchtig dafür gearbeitet, weil sie füreinander und für ein gutes Zusammenleben Verantwortung übernommen haben – und das weit über die Belastungen des Alltags- und Berufslebens hinaus“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. „Rheinland-Pfalz kann daher im Sinne des Zusammenhalts als ein gutes Vorbild für Deutschland gelten“, sagte sie weiter.

Da das Ehrenamt in Rheinland-Pfalz so einen hohen Stellenwert habe, sei es ihr als Ministerpräsidentin wichtig, die Anerkennungskultur im Land zu fördern. Dazu gehörten auch Ehrungen und Auszeichnungen, von denen der Landesverdienstorden der hochrangigste sei. „Um die Bedeutung des Ordens zu unterstreichen und das Engagement der Ausgezeichneten hervorzuheben, ist die Zahl der Ordensträger und -trägerinnen auf 800 lebende Personen begrenzt“, erklärte die Ministerpräsidentin.

Möglich werde das Engagement der Ausgezeichneten oftmals auch durch die tatkräftige Unterstützung der Familien und Freunde, Partner, Partnerinnen und Kinder. Daher dankte sie bei der Verleihung auch den Angehörigen der Geehrten herzlich.

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