Teil des Erlöses geht nach Alchen 

Brot- und Kartoffeltag in Beienbach: Besucher ließen es sich bei bestem Wetter richtig schmecken 

Beienbach. Ohne Plastikmüll punkteten die Beienbacher am Samstag auf dem Brot- und Kartoffeltag, der seit über 20 Jahren im Wechsel mit dem Naturmarkt stattfindet. Den Mitgliedern der Gefrierhausgemeinschaft und anderen Beienbachern, die tatkräftig mit anpackten, war es wichtig, an diesem Tag Produkte in und aus ihrem Ort zu präsentieren, und das ganz nachhaltig. Und auch auf die Sicherheit wurde in diesem Jahr noch einmal ein besonderes Augenmerk gelegt. 

Wer wollte, konnte Metallbesteck erwerben, das auf künftigen Beienbacher Festen wieder verwertbar ist. Viele Besucher hatten auch selbst Besteck von zu Hause mitgebracht. Schon seit Tagen war Schanzenbrot gebacken worden. Der Kuchen wurde erst am Samstagmorgen in den Backesofen geschoben, damit er superfrisch und noch lauwarm serviert werden konnte. 

Schon am späten Vormittag trudelten die ersten Gäste ein. Auch Netphens Bürgermeister Paul Wagener wollte sich die hand- und hausgemachten Beienbacher Spezialitäten munden lassen. Hierzu gehörten neben Bratkartoffeln, Reibeplätzchen, Quellkartoffeln, Reibewaffeln aus Kartoffeln und Reibekuchen auch Hefekuchen und Schanzenbrot aus dem Backhaus. Dabei legen die Gastgeber Wert auf regionale Lebensmittel und griffen dafür zumeist auf in Beienbach gewachsene/erzeugte Produkte zurück.

Aus Beienbacher Roggen wurden sechs Zentner Mehl in der eigenen Mühle gemahlen. Insgesamt wurden 220 Schanzenbrote, 140 Reibekuchen und viele große Bleche mit Kuchen der Saison unter die Besucher gebracht. Dazu Produkte aus sieben Zentnern Beienbacher Kartoffeln. „Wir wollen uns als gute Gastgeber zeigen“, sagte Organisationsleiter Stephan Küthe. „Diesmal jedoch ist einiges anders, denn wir haben besonders auch Sicherheit geachtet.“ Spezielle Feuerlöscher standen an jedem Stand bereit, die Gasflaschen wurden in ausreichendem Abstand von den Brätern aufbewahrt. „Und damit das Gas in den Gasflaschen nicht vereist, standen diese in angewärmtem Wasser“, so Küthe. 

Interessant für die Besucher war auch, dass während des Festes die über 100 Jahre alte Mühle nach drei Jahren aufwendiger Reparatur wieder in Aktion besichtigt werden konnte. Das Fest lockte erneut fast 2000 Besucher an.  Die Kinder konnten Stockbrot backen, sich schminken lassen und auf Ponys reiten. Vom Erlös will der Verein einen Teil spenden zugunsten der Opfer des Unglücks von Alchen.   

Brot- und Kartoffeltag in Beienbach: Guter Appetit bei bestem Wetter 

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