Zusätzlich entstehen hier zwei Wohneinheiten

AWo und Kreis luden zu Spatenstich für die erste MINT-Kita in Dreis-Tiefenbach

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In Dreis-Tiefenbach fand jetzt der offizielle Spatenstich für die erste MINT-Kita im Ort mit angeschlossenen Wohneinheiten statt. 

Dreis-Tiefenbach. Landrat Andreas Müller setzte am Mittwoch (5. Juni) zusammen mit  dem Kita-Bau-Team des Kreises den symbolischen Spatenstich zum Baubeginn der neuen AWo-Kindertagesstätte. Die neue Kita wird Platz für bis zu 100 Kinder haben und einen pädagogischen Schwerpunkt auf die Förderung in Naturwissenschaft und Technik legen.

„Heute eine Kita bauen zu wollen ist ein schwieriges Unternehmen“, erklärte Müller. Ein geeignetes Grundstück zu finden, willige Investoren und den richtigen Träger, das seien die großen Herausforderungen dabei. Diese zu bewältigen war nur in einer Zusammenarbeit der kreiseigenen Unternehmen möglich, die Landrat Müller gemeinsam ins Boot holte. 

Das   4420-Quadratmeter-Grundstück wird von der Kreisbahn an die Kreissiedlungsgesellschaft verpachtet, diese steigt als Investor mit ein. Der AWo-Kreisverband konnte als Träger gewonnen werden, was eine „hervorragende und bedarfsorientierte Betreuung“ für die Kinder sicherstellen werde, wie es hieß. Auch Netphens Bürgermeister Paul Wagner ist mit von der Partie, er stieß das Thema Kita-Bau bereits vor Jahren bei der KSG an und fand in Landrat Müller einen Verbündeten. 

„Zwei große Themen in Siegen-Wittgenstein“

Dass nun gleich mehrere Projekte  innerhalb Netphens realisiert werden können, freute Bürgermeister Wagner. „Wir sind sehr gut unterwegs, die Bedarfe zu decken.“ Diese neue Kita wird die Vierte in Dreis-Tiefenbach sein und die erste mit MINT-Schwerpunkt. Bürgermeister Wagner lobte in diesem Zusammenhang, wie vielfältig und vielseitig Netphen damit aufgestellt sei. 

Insgesamt planten die KSG zusammen mit dem Architekturbüro Almasi und Stein, Bauwert Projekt Consult und Runkel Hochbau zwei Gebäude, die nicht nur die Kita beherbergen sollen, sondern auch zwölf Wohneinheiten. Das Investitionsvolumen liegt bei rund 6,6 Mill. Euro. Die modernen Wohnungen werden in 2-ZKB und 3-ZKB aufgeteilt sein, mit einer Wohnfläche zwischen 61 und 94 Quadratmetern. Balkone, zwei Dachterrassen, ein Aufzug und Parkplätze sollen das Angebot abrunden. 

Bis Juni 2020 sollen beide Gebäude fertiggestellt sein, somit kann der Kita-Betrieb zum August 2020 aufgenommen werden. Damit begegne die Kreisverwaltung den „zwei großen Themen in Siegen-Wittgenstein: erstens Wohnraum und zweitens Kinderbetreuung“, stellte Landrat Müller fest. 100 Betreuungsplätze wird die neue MINT-Kita bieten, die meisten davon gehen an die Kinder, die momentan in der Übergangslösung „Hinterm Liesch“ untergebracht sind. 

Angestrebt: „Haus der kleinen Forscher“-Zertifikat

Die Container-Kita könne dann endlich aufgelöst werden, wie Bürgermeister Wagner und Einrichtungsleiterin Irena Redman erleichtert feststellten. Geplant sind zwei Ü-3-Gruppen mit 25 Kindern, eine U-3-Gruppe mit zehn Kindern und zwei gemischte Gruppen ab zwei Jahren für 20 Kinder. „Wir können uns einen Experimentierraum vorstellen und mehr Kontakt zu Firmen oder der Uni“, erläuterte Irena Redman hinsichtlich der MINT-Ausrichtung der Kita. „Selbst die Kleinsten sind dabei mit Wasserspielen oder Naturerlebnissen.“ 

Der Neubau und großzügige Außenbereich werden vielfältige Möglichkeiten bieten für zum Beispiel ein Gewächshaus oder eine Wetterstation. Die Kita-Leitung strebt eine „Haus der kleinen Forscher“-Zertifizierung an.

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