Organisatoren geben Verkehrshinweise 

Fronleichnam ist was los in Netphen: Freak Valley Festival und Naturmarkt Beienbach zeitgleich 

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Der Marktplan steht, die Besucher können kommen. Dass dabei in diesem Jahr nichts schiefgeht, dafür tragen für den Arbeitskreis Naturmarkt Frank Fey, Karola und Stephan Küthe sowie Jochen Föst (v.l.) Sorge.

Beienbach. Der Naturmarkt Beienbach und das Freak Valley Festival in Deuz: beides ausgewiesene Großveranstaltungen. In diesem Jahr überschneiden sie sich zeitlich, und zwar an Fronleichnam. Ein Konkurrenzproblem steht nicht zu befürchten , schließlich ist die Klientel beider Feste eine recht unterschiedliche, zudem pflegt man ein gutes Verhältnis. Allerdings möchten die Marktorganisatoren auf die aus der Dopplung resultierende logistische Herausforderung aufmerksam machen.

Das mehrtägige Freak Valley (30. Mai bis 2. Juni) auf dem Deuzer AWo-Gelände ist ein absoluter Besuchermagnet – Camping oberhalb Beienbachs inbegriffen, die Anreise beginnt mittwochs. Und auch die Marktorganisatoren erwarten am 31. Mai 5000 Besucher aufwärts in ihrem Dorf – vorausgesetzt, der Wettergott macht, was er soll. Grund genug für Organisationsleiter Stephan Küthe und Ehefrau Karola, Jochen Föst und Frank Fey als Mitglieder des Arbeitskreises Naturmarkt, im Vorfeld zu einer Presserunde in die Alte Schule Beienbach einzuladen, um die Besucher für die besondere Situation in diesem Jahr zu sensibilisieren. „Die Sicherheit aller Gäste liegt uns am Herzen“, unterstrich Küthe gleich eingangs das zentrale Anliegen. Die Parksituation sei ein derzeit noch ungelöstes Problem, „deshalb wollen wir die Leute, die Beienbach kennen, im Ort parken lassen“. Folgendes ist geplant: 

  • Anreise am Donnerstag zum Markt: Über die L729; an der Abbiegung nach Beienbach weist ein Transparent auf den Markt hin. Ortskundige fahren dann auf halber Strecke zum Ort links ab (am „Klärwerk“ Beienbach), erklären dem Ordner, wo sie parken möchten, und können dann über die Straße „Am Kesselgraben“ ins Dorf fahren. 
  • Parken: Wer hier keine Parkmöglichkeit hat, stellt seinen Pkw vorm Ort einseitig am Straßenrand ab oder auf den zu Parkplätzen umfunktionierten Wiesen. Das setzt allerdings gutes Wetter im Vorfeld voraus; kann nicht gemäht werden, wird der Sportplatz oberhalb Beienbachs zur Verfügung stehen. Auf dem treten zwar am Mittwochabend die ersten vier Freak-Valley-Bands auf, allerdings hätten die Organisatoren versprochen, bis Donnerstag alles wieder tiptop herzurichten, berichtete Stephan Küthe. 
  • Die Einbahnstraßenregelung am Donnerstag sieht vor, dass die Abreise aus Beienbach ausschließlich über die Straße „Auf den Weiden“ (als „Lager“ bekannt) erfolgt, bei der AWo herauskommend. 
  • Es wird drei ausgewiesene Fahrradparkplätze geben. 
  • Freak-Valley-Camper können am Mittwoch ganz normal über Beienbach zum Campingplatz oberhalb des Ortes „Auf der Höhe“ fahren; Donnerstag jedoch nicht mehr. Wer erst dann kommen kann, nimmt den Weg über Deuz (Sterndill).

    Zehn Jahre lang fand der Naturmarkt Beienbach zu Fronleichnam statt, einmal sind die Organisatoren in den Herbst ausgewichen – Wiederholung nicht vorgesehen. „Die Besucher sind im September mit Märkten gesättigt“, stellte Jochen Föst fest, zu dessen Aufgaben im Arbeitskreis unter anderem die Betreuung der Marktbeschicker gehört. Die wiederum legten den Organisatoren nahe, das Fest doch lieber wieder im Mai stattfinden zu lassen. Ein Rat, den sich die Beienbacher zu Herzen nahmen, schließlich sind sie stolz auf ihr umfangreiches Angebot und darauf, dass die Händler von ihnen handverlesen sind. In diesem Jahr schlagen 40 an der Zahl ihre Zelte auf, beginnend an der Alten Schule bis hinauf zum Fischeweiher. „Über den Daumen gepeilt sind 20 Neue dabei“, berichtete Föst, darunter auch die Gruppe „Unverpackt“ aus Siegen, die kurzfristig den ursprünglich angekündigten Schmied ersetzt.  
     
    Was gibt's? Stauden und Gräser, Seifen und Öle, Korn (die flüssige Variante) und Kräuter, Korbflechter und Schnitzer, Gewürze, Craftbeer, Handgenähtes... Und dann natürlich den ortseigenen Stand, an dem ausschließlich in Beienbach hergestellte Produkte vertrieben werden, vom Backesbrot über den Kuhmilchkäse und die Bratwurst bis zu Töpferwaren. Beienbach to go quasi: „Wir sind stolz darauf, sowas anbieten zu können, damit sich die Besucher den Ort mit nach Hause nehmen können“, freut sich Orgaleiter Stephan Küthe. Auch die Verpflegung wird fast ausschließlich von den Beienbachern selbst bewerkstelligt. Einzige Ausnahmen: der Stand der befreundeten Grissenbacher – und das Bier aus Krombach.  

    Freuen dürfen sich die Gäste außerdem wieder auf eine Geflügelausstellung und den Falkner sowie auf die Wittgensteiner Seiledreher. Die ganz jungen Besucher können auf Island-Ponys reiten, diesmal sogar kostenlos, stürzen sich auf die Hüpfburg, erklettern unter fachmännischer Aufsicht (und gesichert) Bäume oder schauen vielleicht, was die Dorfjugend für sie im Angebot hat. 120 Helferinnen und Helfer werden am Donnerstag, 31. Mai, auf den Beinen sein. Ein Teil des Erlöses ist wieder für einen karitativen Zweck im Siegerland bestimmt, ein Teil wird für „infrastrukturelle Projekte“ innerhalb Beienbachs genutzt: So möchte man hier einen Grubenwanderweg anlegen, und auch die relativ neu eingeführten Gottesdienste mit anschließendem Frühstück leben nicht von Luft und Liebe. Nicht zuletzt soll außerdem ein Obolus an die örtlichen Vereine fließen. Und dann geht auch schon fast wieder alles von vorne los. Schließlich ist nach dem Markt vor dem Markt, auch wenn der „nur“ alle zwei Jahre stattfindet. Oder wie Jochen Föst es ausdrückt: „Hörst du auf, fängst du wieder an.“

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