Zwei neue Kreisel

Ortsdurchfahrt in Deuz soll ab 2018 ausgebaut werden

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Im Zuge des Straßenausbaus der L 729 Ortsdurchfahrt Deuz soll auch im Einmündungsbereich der L 719 Marburger Straße/Albert-Irle-Straße/Kölner Straße ein kleiner Kreisverkehr entstehen.

Deuz. Die Ortsdurchfahrt Deuz könnte nächstes Jahr zur Großbaustelle werden. Der Stadtentwicklungsausschuss hatte bereits in seiner Sitzung im Juni vergangenen Jahres die erforderlichen Ingenieurleistungen zur Sanierung der L 729 Ortsdurchfahrt Deuz beauftragt. Am kommenden Montag, 24. April, wird sich der Ausschuss erneut mit den Plänen für den Straßenausbau beschäftigen.

„Ziel der zu erbringenden Leistungen sollte es zunächst sein, den Umfang der erforderlichen Sanierungsarbeiten auf das Notwendigste zu beschränken“, heißt es in der Vorlage. Resultierend aus den schlechten Ergebnissen des in Auftrag gegebenen Baugrundgutachtens sei jedoch ein Vollausbau der Ortsdurchfahrt als Gemeinschaftsmaßnahme auf einer Länge von circa 1.165 Meter unumgänglich. Der Ausbaubereich erstreckt sich vom Ortseingang aus Netphen kommend bis zur Werthebrücke im Bereich des alten Bahnhofs. Im Zuge dieses Ausbaus soll an der Einmündung Hüllweg/Kälberhof ein Minikreisverkehr mit überfahrbarer Mittelinsel und im Einmündungsbereich der L 719 Marburger Straße/Albert-Irle-Straße/Kölner Straße ein kleiner Kreisverkehr entstehen. Im Zuge der Straßenplanung wurde bereits berücksichtigt, dass die Gesamtstrecke von Schwertransporten befahren werden muss. Ebenso steht in der Vorlage, dass alle Standards an behindertengerechte Fußgängerüberwege und Bushaltestellen (barrierefreies Bauen) berücksichtigt werden müssen. Zusätzlich zum Straßenausbau müsste zwischen Marburger Straße und Kälberhof sowohl ein Mischwasser- als auch ein Regenwasserkanal erneuert werden. In kleineren Teilbereichen sei darüber hinaus die Erneuerung der städtischen Wasserleitung im Gehweg erforderlich. Zudem sei ebenfalls beabsichtigt, die Straßenbeleuchtung zu erneuern und an aktuelle Standards (LED-Technik) anzupassen. Inwieweit zusätzliche Versorgungsleitungen zu erneuern seien, hänge von den jeweiligen Versorgungsträgern ab und könne derzeit noch nicht benannt werden.

„Für den Ausbau der Straße wird lediglich im Bereich der Kreisverkehre Grunderwerb in geringem Umfang erforderlich“, heißt es weiter. Der Landesbetrieb Straßen NRW beabsichtige darüber hinaus, mit allen Anliegern eine Vereinbarung über die vorübergehende Inanspruchnahme der Privatgrundstücke während des Straßenausbaus abzuschließen. Die Bauarbeiten sollen im Wesentlichen unter Vollsperrung der Ortsdurchfahrt durchgeführt werden. Dabei sollen die Anliegergrundstücke, soweit es möglich ist, anfahrbar bleiben. Ein besonderes Augenmerk werde auf die anliegenden Gewerbebetriebe und das Einkaufszentrum Kälberhof gerichtet, um hier die Einschränkungen auf ein Minimum zu reduzieren. Als Umleitungsstrecke soll die Waldstraße ausgewiesen werden.

Geplant ist, dass der Ausbau 2018 beginnt. Die voraussichtliche Bauzeit beträgt laut Vorlage bis zu zwei Jahre.

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