Rat beschäftigt sich am 12. Juli mit Freizeitpark 

Erlebnishalle und Bewegungspark für Netphen? 

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Schaffen es die Pläne für eine „multifunktionale Freizeit- und Erlebnishalle“ und einen „Bewegungspark“ vom Reißbrett in die Realität?

Netphen. Naturspielplatz und Beach-Feeling, Boule und Skateranlage, Parcours- und Calistenics – gibt es das alles in absehbarerer Zeit in Netphen? In der Ratssitzung am Donnerstag, 12. Juli, wird die Kommunalpolitik sich einmal mehr mit dem Thema Freizeitpark beschäftigen.

Konkret geht es um eine „multifunktionale Freizeit- und Erlebnishalle“ und einen „Bewegungspark“. Kostenpunkt für beides zusammen: 7,8 Millionen Euro. Dabei hofft die Stadt auf eine 90-prozentige Förderung aus dem Landesprogramm „Soziale Integration im Quartier“. Netphens Eigenanteil beliefe sich in diesem Fall noch auf 780.000 Euro. Erwartungsgemäß, so heißt es in einer Vorlage zum Stadtentwicklungsausschuss, der das Thema kürzlich auf der Tagesordnung hatte, sei der Betrieb dieses Bewegungsparkes mit multifunktionaler Freizeit- und Erlebnishalle nicht kostendeckend. Hier rechnet man mit einem Defizit in Höhe von 22.700 Euro, der aus dem Gewinn der Trampolinhalle abgedeckt werden soll (geplante Eröffnung voraussichtlich im Oktober). 

Was hat es nun mit dem Projekt, das seitens der Verwaltung als „eine für die Region einmalige Bereicherung des Freizeitangebotes“, als „Leuchtturm“ bezeichnet wird, auf sich? 

Aus der stillgelegten Eishalle, die nur über ein renovierungsbedürftiges Membrandach verfügt, soll eine geschlossene Halle werden. Davon erhofft sich die Verwaltung laut Vorlage, dass „die langjährige Schallproblematik mit der Nachbarschaft geregelt werden kann“. Hierfür sollen die alte Dachkonstruktion und die Behelfsbauten an der Seite zum Freizeitbad hin abgebrochen werden. Bodenplatte und Fundamente der Tragekonstruktion bleiben erhalten; auf ihnen wird eine geschlossene Halle auf einer Stahlkonstruktion errichtet. 

Neu entstehen soll zudem ein überdachter Vorplatz mit Eingangs- und Empfangsbereich. Weiter heißt es: „Mit der Aufgabe der Eishalle verliert Netphen einen Ort, mit dem sich die Bürger identifizieren und mit dem Netphen weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist.“ Die Vereine, die auch Jugendliche mit Migrationshintergrund gefördert und Flüchtlinge integriert hätten, hätten ihre Arbeit eingestellt. Allerdings hat ein Verein bereits die Anerkennung als Stützpunktverein „Integration durch Sport“ beim Deutschen Olympischen Sportbund beantragt. 

Was nun die Freizeit-und Erlebnishalle anbelangt, so soll diese „als besonderes Highlight im Sommer mit Sand befüllt werden und als Beach-Anlage genutzt werden“. Eine feste Bühne mit entsprechender Veranstaltungstechnik kann unter anderem für Bläser-Festivals, Chorveranstaltungen, Public Viewing, Freitags in Netphen et cetera genutzt werden. „Sandlos“ sollen hier bis zu 1500 Gäste unterkommen. 

Der bisherige Umkleidebereich der Eishockeymannschaften wird sich im Winter in eine Schiedsrichterkabine, im Sommer in eine Künstlergarderobe verwandeln. Außen angebaut werden neue Mannschaftsumkleiden, die im Sommer zu Garderobenräumen werden; die Eistechnik findet Platz in einem Container. Der Bewegungspark im Außenbereich auf den früheren Tennisplätzen erhält Spielplätze, eine Skaterbahn, Möglichkeiten zum Boule-Spiel und zur Seniorenfitness, eine Calisthenics- und eine Parcours-Anlage, alles überdacht und ganzjährig nutzbar.

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