Zu besichtigen bis zum 23. März

Neue Ausstellung in Netphen: „Deutsche aus Russland. Geschichte und Gegenwart“

Das Bild zeigt eine Delegation der Russlanddeutschen im Oktober 1988 in Moskau.

Netphen. Im Rathaus Netphen ist ab sofort bis zum 23. März eine Ausstellung zu sehen, die sich mit der Geschichte und Gegenwart der Deutschen aus Russland befasst.

Sie möchte dem immer noch verbreiteten Mangel an Informationen über die deutschen Spätaussiedler aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion begegnen. Und sie möchte den zahlreichen Vorurteilen über diese Bevölkerungsgruppe fundiertes Wissen gegenüberstellen. 

Der erste Teil der Ausstellung konzentriert sich auf die über zweihundertjährige Geschichte, die seit der Auswanderung von über 200.000 Deutschen nach Russland vergangen sind. Sie zeigt an einzelnen Beispielen, mit welchem Fleiß und Erfindungsgeist diese Siedler es nach kurzer Zeit zu ansehnlichem Wohlstand gebracht haben. Vorgestellt werden die sechs deutschen Siedlungsgebiete im ehemaligen Russischen Zarenreich: an der Wolga, am Schwarzen Meer, im Kaukasus, in Bessarabien, in Wolhynien und im Baltikum.

Die Wanderausstellung „Deutsche in Russland. Geschichte und Gegenwart“ zeigt aber auch, welchen Benachteiligungen und Verfolgungen (insbesondere im 20. Jahrhundert) diese deutsche Bevölkerungsgruppe ausgesetzt war. Das waren nicht nur Angriffe auf Leib und Leben, sondern auch die Versuche, den Nachfahren der deutschen Einwanderer deren Sprache und Kultur in den deutschen Siedlungsgebieten in Russland auszutreiben, heißt es  in einer Pressemitteilung. 

Der zweite Teil der Ausstellung befasst sich mit der Rückkehr der Deutschen aus Russland und der ehemaligen UdSSR in das Land ihrer Vorfahren, die insbesondere vor 30 Jahren – nach 1988 – in Gang gekommen ist. Er geht auf Aufnahme und Integration der Deutschen aus Russland als Erfolgsgeschichte in Deutschland ein, auf die Probleme und das viele Positive, das darüber zu berichten ist.

Die Ausstellung ist Teil eines Projekts, das vom Bundesministerium der Inneren (BMI) und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gefördert und von der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (LmDR) mit Sitz in Stuttgart präsentiert wird. 

Zur Eröffnung sprachen Bürgermeister Paul Wagener und Rudolf Schaufler, Vorsitzender der Ortsgruppe Netphen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland.

Der Eintritt ist frei. Anmeldung für Führungen: Jakob Fischer, Tel. 0171/ 40 34 329, Email: J.Fischer@LmDR.de;

www.deutscheausrussland.de; www.lmdr.de; Facebook: http://facebook.de/lmdr.ev 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.