Rein ins Pausenvergnügen

Schüler planten das Projekt selbst: Netphener Gymnasium weihte neuen Pausenhof ein

Die Schüler des Gymnasiums stürzten sich nach der Eröffnung sofort ins Vergnügen auf ihrem neu gestalteten Schulhof.

Netphen. Gute Stimmung herrschte am Freitag am Gymnasium in Netphen. Nicht etwa, weil die Sommerferien sich in großen Schritten nähern, sondern weil die Schule ihren neuen Pausenhof eröffnen konnte. Das Besondere daran: Die Schüler hatten das Schulhof-Modell in einer Projektwoche 2016 selbst entwickelt und geplant.

Nachdem der Schulchor des Gymnasium Netphen seinen musikalischen Auftritt hatte und einige Schüler mit ihren Luftgitarren für Stimmung sorgten, begrüßte Schulleiter Eckhard Göbel in der Aula neben Netphens Bürgermeister Paul Wagener Annette Kramps von der Gesamtschule, Martin Hartke vom Förderverein, Tina Birkholz vom Elternverein sowie Sponsoren.

Hatten die Idee, ihren Schulhof umzugestalten: Finja, Nela Sophie, Sandra und Hannah – hier mit David Hollnack und Schulleiter Eckhard Göbel.

Ein ganz besonderer Gruß jedoch galt den Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums sowie David Hollnack als Kopf der Projektwoche. „Gute Freunde zu haben, ist besonders wichtig“, sagte der Schulleiter und dankte allen beteiligten, besonders den Sponsoren, dass aus den „Pausen(t)räumen-Projektwoche 2016“ tatsächlich ein Traum verwirklicht werden konnte.

Angefangen hatte alles vor den Sommerferien 2016 in der Projektwoche, während der die Schülerinnen Finja, Nela Sophie, Sandra und Hannah die Idee für eine Neugestaltung ihres Schulhofs hatten. Wie der Zufall es wollte: Bei einem Schulfest in der Georg-Heimann-Halle traf Schulleiter Eckhard Göbel dann David Hollnack, ehemaliger Schüler des Gymnasiums Netphen und mittlerweile Architekturabsolvent der Universität Siegen. Göbel und Hollnack waren sich nach einem Gespräch schnell einig, dass in Sachen Schulhof „etwas geschehen“ müsse. Hollnack erklärte sich bereit, die Schüler bei ihrer Idee zu unterstützen.

Nach der Besichtigung und Ausmessung der Freiflächen konnte es an die Arbeit gehen. Die Schülerinnen und Schüler recherchierten im Internet, welche Elemente auf einem neuen Schulhof möglich sind. Am Ende der Projektwoche waren verschiedene Modelle und Pläne für den zukünftigen Schulhof fertig. Als die Sommerferien dann zu Ende waren, staunten die Schülerinnen und Schüler nicht schlecht, als plötzlich schon Bagger auf dem Schulhof standen. Die Baumaschinen hätten lediglich dann abgeschaltet werden müssen, wenn Arbeiten geschrieben wurden, sagte der Schulleiter. Deshalb gingen die auch Arbeiten zügig voran.

Durch den Abriss der Turnhalle entstand hier eine zusätzlich nutzbare Fläche zu den bereits vorhandenen Spiel- und Freiflächen. Entstanden ist auf dieser Fläche ein Soccer- und Basketballfeld, die Böschung wurde zu einer „natürlichen Tribüne“ umgestaltet.

Entstanden ist auch ein neues „Freiluft-Klassenzimmer“

Zwischen Schulhof und Soccer-/Basketballfeld wurde eine Treppe angelegt. Auf dem Schulhof gibt es jetzt Tischtennisplatten, eine Rundbank und weitere zusätzliche Sitzgelegenheiten. Zudem gibt es ein bodengleiches Trampolin, eine „Kommunikationswiese“ mit Bänken und eine Chill-Ecke. Ebenso ist eine Kletterwand entstanden. Außerdem gibt es jetzt ein neu gestaltetes Freiluft-Klassenzimmer mit zwei neuen Schachfeldern und eine offene Bühne mit Überdachung für Musik und Theater.

„Alles in allem ist hier ein neuer, multifunktionaler Schulhof entstanden der Gemeinschaft, körperliche Betätigung und Lernen miteinander verbindet“, betonte Netphens Bürgermeister Paul Wagener in seiner Begrüßungsrede.

Im Anschluss an den offiziellen Teil stürmten die Schülerinnen und Schüler ihren Schulhof, um erst einmal alles auszuprobieren 

Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf 150.000 Euro. Diese wurde im Rahmen von „Gute Schule 2020“ aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und der NRW-Bank finanziert.

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