Ein bisschen wie in Hollywood: Filmworkshop vermittelte Kindern Grundlagen des Videodrehens

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Wie muss das Handy liegen, damit es in der Kamera gut sichtbar ist? Milena Juliana Tenberg (l.) und Alena Laureen List suchen die beste Perspektive. 

Neunkirchen. Einfach auf den roten Aufnahme-Knopf drücken, draufhalten und das selbstproduzierte Filmchen anschließend bei Youtube hochladen? Das kann heute fast jeder. Wer sich von der Masse abheben und tolle Videos drehen möchte, der sollte beim Filmen auf einige Dinge achten.

Welche das sind, das erfuhren in dieser Woche sieben Jungen und Mädchen zwischen 10 und 12 Jahren im Neunkirchener Otto-Reiffenrath-Haus. Dort fand ein viertägiger Filmworkshop statt.

Filmemacher Thomas Loris aus dem Westerwald und sein Kollege Sven Leidig aus Siegen hatten sich auf Einladung der Gemeinde Neunkirchen extra Zeit genommen, um die Kinder in die Grundlagen des Filmemachens einzuführen. Sie verrieten den Nachwuchsregisseuren einige Tipps und Tricks rund um Kamera-, Ton- und Lichteinstellungen, Perspektivwechsel, Drehort-Findung, Hintergrundmotive sowie Schneide- und Moderationstechniken. Auch das Erstellen eines Drehbuchs gehörte zum „Lehrplan“. Die wichtigste Botschaft der Workshop-Leiter: Es braucht kein teures Equipment, um anschauliche Videos zu machen. „Gefilmt wird mit dem eigenen Handy. Die wenigen Hilfsmittel, die wir noch zusätzlich benutzen, etwa Mikrofone oder Stative, kosten alle zwischen 10 und 30 Euro, haben aber einen enormen Effekt“, so Thomas Loris.

In der Woche sollten die Jungen und Mädchen selbst ein Video drehen, in dem sie als Experte für ein bestimmtes Thema auftreten. Während die einen Schmink- oder Basteltipps gaben, zeigten die anderen Tricks mit dem Scooter oder ihre Fußballkartensammlung. Die Freundinnen Milena Juliana Tenberg und Alena Laureen List stellten die App „musical.ly“ vor, mit der man kurze Clips passend zu seinen Lieblingssongs produzieren kann. Und natürlich wurden die Expertenhinweise von Thomas Loris und Sven Leidig gleich umgesetzt. „Am coolsten fand ich zu erfahren, wie man ein Drehbuch schreibt oder mit welcher App man am besten schneiden kann, damit die Filme einfach noch besser werden“, erklärte die zwölfjährige Milena begeistert.

Der Workshop war ein kostenloses Herbstferienangebot der Gemeindeverwaltung Neunkirchen im Rahmen des Landes-Programmes „Kulturrucksack NRW“.

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