Gemeinsame Talentsuche und -förderung

Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium als DFB-Partnerschule zertifiziert

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Die Schüler und Lehrer des DBG freuen sich über die Zertifizierung als DFB-Partnerschule.

Neunkirchen. Fußball als Unterrichtsfach? Am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium (DBG) in Neunkirchen ist das seit rund drei Jahren ein echtes Erfolgsgeheimnis. 

Mit dem sogenannten Sportzweig bietet die Schule fußballtalentierten Kindern und Jugendlichen seit dem Schuljahr 2014/2015 ein leistungsorientiertes Fußballtraining im Rahmen ihrer schulischen Ausbildung an. Am Donnerstag wurde der nächste Schritt auf dem Weg der Talentförderung gegangen: Das DBG wurde als neue Partnerschule des DFB/FLVW zertifiziert.

„Wir freuen uns sehr über die gemeinsame Kooperation“, erklärte Schulleiter Jochen Haardt, als er gemeinsam mit DFB-Stützpunktkoordinator Herbert Hrubesch, der auch als Vertreter des Verbands-Jugend-Ausschusses des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) nach Neunkirchen gekommen war, die Vereinbarung unterzeichnete.

Dem konnte sich Florian Göldner, Fachvorsitzender Sport am Gymnasium und Koordinator des Sportzweigs, nur anschließen. „Das ist eine Wertschätzung für das, was hier in den letzten Jahren gewachsen ist.“ Der große Vorteil sei die bessere Vernetzung: „Durch die Kooperation werden wir bei unserer Talentförderung noch besser unterstützt. Wir können jetzt an mehr Trainerfortbildungen teilnehmen und an Turnieren mit anderen Partnerschulen. Außerdem kommen jetzt öfter Trainer und Talentscouts zu uns, das heißt, es besteht eine größere Chance für die Schüler, entdeckt zu werden. Davon abgesehen ist das eine gute Außenwerbung“, erklärte Göldner.

Für letztere hatte Herbert Hrubesch neben der Vereinbarung und einem Zertifikat auch ein Schild mitgebracht, das sicherlich bald einen Platz an der Außenfassade der Schule finden wird. Eigentlich wollte der DFB-Stützpunktkoordinator dem Gymnasium auch noch Geschenke in Form von Bällen, Hütchen und Leibchen überreichen, doch das Paket hatte – vermutlich wegen der Schneemassen – nicht rechtzeitig den Weg auf den Rassberg gefunden. Auch Hrubesch freute sich, eine weitere Schule als DFB-Partnerschule zertifizieren zu können. Um bei der Talentförderung erfolgreich zu sein, müsse man in die Fläche gehen, war er überzeugt: „Je breiter man sich aufstellt, umso größer ist die Chance, dass man oben ankommt. Und da gehören die Schulen einfach dazu.“

Schulleiter Jochen Haardt (l.) und DFB-Stützpunktkoordinator Herbert Hrubesch unterzeichnete am Donnerstag die Vereinbarung.

Aktuell nehmen rund 35 Kinder (darunter ein Mädchen) von der fünften bis zur achten Klasse an den Fußballtrainings teil, die immer dienstags und donnerstags in der fünften und sechsten Stunde stattfinden. Den Schulstoff, den sie wegen des Trainings verpassen, holen die Kinder anschließend nach – sie bleiben dann länger in der Schule. Florian Göldner nannte die Möglichkeit, das Training in den Vormittag zu integrieren, ein „riesen Glück“ – vor allem, weil viele der Kinder noch zusätzlich im Verein spielen: „Die Pausenzeiten zwischen den einzelnen Trainings sind auf diese Weise länger, als wenn das Training erst nachmittags nach der Schule stattfinden würde“, so der Sportlehrer, der betonte, das man den Vereinen keine Konkurrenz machen, sondern für die Kinder ein zusätzliches Trainingsangebot schaffen wolle. Deshalb arbeite man mit den Vereinen auch ganz eng zusammen und tausche sich regelmäßig aus.

Wer am DBG-Training teilnehmen möchte, muss vorher einen Eignungstest bestehen. Bei dem wird nicht nur auf die sportlichen, sondern auch auf die schulischen Leistungen geschaut, denn auch die müssen stimmen. Sollte dennoch mal ein Kind in eine „schulische Schieflage“ geraten, bietet das DBG eine besondere Förderung an.

Für Schulleiter Jochen Haardt ist der Sportzweig, zu dem auch eine Tischtennis-Abteilung gehört, ein echtes Erfolgsmodell und „profilbildendes Markenzeichen“ des DBG. Schließlich würden die Schüler neben ihren sportlichen Fähigkeiten auch Soft Skills wie Teamfähigkeit, Einsatz- und Leistungsbereitschaft, Zuverlässigkeit und Frustrationstoleranz trainieren, die fürs spätere (Berufs-)Leben wichtig seien.

Neben der Kooperation mit dem DFB/FLVW wird das Gymnasium auch seine Zusammenarbeit mit der Gemeinschaftlichen Sekundarschule Burbach-Neunkirchen, ebenfalls Partnerschule des DFB, intensivieren. Vorstellbar seien gemeinsame Turniere, Ausflüge oder auch Ausbildungen von Sporthelfern und DFB-Junior-Coaches, blickte Göldner in die Zukunft.

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